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Kein Aufmarsch für HoGeSa in Hannover

Nachdem es den Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) gelungen war eine große Mobilisierung nach Köln zu organisieren, ist Hannover ihr nächstes Ziel. Durch den Druck eines antifaschistischen Bündnis bekommen sie nur eine stationäre Kundgebung auf dem ZOB genehmigt. Außerdem wird den Hooligans der Alkoholkonsum untersagt und der Auftritt von der Rechtsrockband Kategorie C verboten.
Aus der Naziszene von Hannover beteiligen sich u.a. Patrick Illmer, der als Teilnehmer von NPD Aktionen bekannt ist und sich mit einem „Hoolizei – Anti Sharia Team“-T-Shirt in Pose setzt, Ronny Damerow (gut vernetzter Aktivist der Freien Kameradschaften), Uwe Ahlers (Gründungsmitglied der WWT Hannover) und Linda Krellmann. Auch Siegfried Schmitz und Kevin Schuhmann (beide German Defense League und Die Hannoveraner) beteiligen sich an der Kundgebung bei der neben Deutschlandfahnen auch die Symbole der Freien Kameradschaften gezeigt werden. Auch UnterstützerInnen des rechtspopulistischen und rassistischen Internetportals pi-news sind mit Bannern vor Ort.
Bei der Rückfahrt aus Hannover kommt es in Friedberg (Hessen) zu Angriffen durch Hooligans auf MigrantInnen.

Drohparolen am UJZ Korn

In der Nacht auf den 26. August werden Drohparolen an die Fassade des UJZ Korn in der Nordstadt gesprüht. Unterschrieben sind diese Parolen mit dem Kürzel „WWT Hannover“, was für Weisse Wölfe Terrorcrew Sektion Hannover steht.

Großangelegte Razzia auch im Raum Hannover

Im Rahmen einer großangelegten Razzia werden Gebäude im In- und Ausland durchsucht. In Deutschland finden diese Durchsuchungen in der Umgebung von Hamburg und den Regionen Wismar und Hannover statt. Weiterhin gibt es Durchsuchungen in den Niederlanden und Wohnungen, Geschäftsräume und Gefängniszellen in der Schweiz.
Vorwurf ist die Gründung einer bewaffneten Organisation, die nach dem Vorbild der Werwolf-Kommandos agiert. Ein Schweizer Neonazi soll dabei die Führungsperson sein. Er war Anfang Mai 2012 am Hauptbahnhof in Hamburg festgenommen worden, wohin er sich nach einer Schießerei flüchtete. In Hamburg unterhielt er gute Kontakte zur Neonazigruppe Weisse Wölfe Terrorcrew/Hamburger Nationalkollektiv (WWT/HNK).
Noch Ende Mai gründet sich ein Ableger der Gruppe in Hannover.

Hintergrund:
Die historische Organisation Werwolf war im November 1944 von SS-Führer Heinrich Himmler ins Leben gerufen worden. Die Aufgabe der Werwolf Einheiten war es, hinter den feindlichen Linien, auch nach einem möglichen Kriegsende, einen Untergrundkampf gegen die Alliierten weiterzuführen.
Neonazis dient der Rückgriff auf die Werwolf-Organisation als Ausdruck ihres unbedingten Kampfeswillen, der die Vernichtung ihrer politischen GegnerInnen mit einschließt. Der Name wird von Bands und Wehrsportgruppen oder in anonymen Drohungen benutzt.

Weisse Wölfe unterstützen die NPD

Sabrina Drost und andere Mitglieder der Gruppe Weisse Wölfe Terrorcrew Sektion Hannover unterstützen ihre Hamburger KameradInnen beim Halten eines Transparents bei einer NPD-Kundgebung im Rahmen der sog. „Deutschlandtour“ in Hamburg.

WWTC gründet sich in Hannover

In Hannover gründet sich die Sektion Hannover der Weisse Wölfe Terrorcrew (WWTC). Gründungsmitglieder sind u.a. Sabrina Drost, die dem Umfeld der Gruppe Besseres Hannover zugerechnet werden kann, sowie Uwe Ahlers. Letzterer ist ebenfalls stellvertretender „Gauleiter“ für Niedersachsen der Gruppe Vereinigte Kameradschaft Deutschland.

Razzia in Ricklingen

In der Höpfnerstraße (Ricklingen) wird die Wohnung eines 40-Jährigen und dessen 35 Jahre alter Lebensgefährtin von der Polizei durchsucht. Die Durchsuchung ist Teil einer Polizeiaktion gegen 17 TeilnehmerInnen, die maskiert an einem Fackelmarsches in Harburg im Dezember 2011. Bei der Marsch in Harburg wurden Transparente mitgeführt und rechte Parolen gerufen.
Bei den Razzien werden u.a. weiße Masken, Baseballschläger, eine Axt, Schreckschuss- und Gaswaffen, Sprengstoffsubstanzen sowie diverse Rechtsrock-CDs und eine Fahne mit dem SS-Wahlspruch „Meine Ehre heißt Treue“ samt Totenkopf und Hakenkreuz sichergestellt. Der Großteil der betroffenen Personen wird dem Zusammenhang Weisse Wölfe Terrorcrew zugerechnet. In Hannover werden weiße Plastikmasken sowie umfangreiches Propagandamaterial aus der rechten Szene (u.a. Ausgaben des Bocks) eingesammelt. Beide Personen waren, laut Polizei, noch nicht durch entsprechende Straftaten in Erscheinung getreten.