Tag-Archiv für 'wehrmachtsglorifizierung'

Rechtes Bundestreffen in Laatzen

Vom 13. bis 16. Oktober findet das 57. Bundestreffen der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) in der Region Hannover statt. Die Veranstaltung war ursprünglich in Barsinghausen geplant wurde dann aber nach Laatzen verlegt.
Hier treffen sich hoch dekorierte Wehrmachtssoldaten und ihre Angehörigen in einem Tagungshotel, um ein rechtes Geschichtsbild zu pflegen. Nach außen will der Verein und seine Mitglieder mit Politik nichts zu tun haben wollen. Ein Blick in die Publikationen des Vereins beweisen das Gegenteil: Hier beklagt Vorsitzender Günter Halm die „Hassreden auf die Vergangenheit“ und das Blatt behauptet „das deutsche Wehrmachtsangehörige“ an keinen „Kriegsverbrechen beteiligt waren“. In typisch rechter Manier hetzt das Blatt: „die Deutschen werden bis heute zur ‚Schuldverinnerlichung‘ täglich ‚berieselt‘ […] Die herrschende Klasse sichert ihr Macht durch die ‚Politische Korrektheit‘. Inquisitorisch führt sie den ‚Kampf gegen Rechts‘“ (Ausgabe 2/2011). In Ausgabe 4/2010 wird behauptet, dass „[d]ie schmähliche Behandlung der ehemaligen Soldaten der Waffen-SS nach dem Krieg […] weder vom moralischen noch vom juristischen Gesichtspunkt zu rechtfertigen“ sei. Dieser Ausgabe lag gleich ein kostenloses Exemplar von Der Freiwillige – die Zeitschrift der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG).

Als Festredner konnte laut Mitteilungsblatt der OdR Reinhard Uhle-Wettler gewonnen werden. Laut Kommentar des Vorsitzenden sei er den Mitgliedern noch „in guter Erinnerung“. Uhle-Wettler referiert an diesem Wochenende zum Thema „Armee im Fegefeuer“. Der Brigadegeneral a.D. referierte bei der extrem rechten Kulturvereinigung Gesellschaft für freie Publizistik und publizierte eine Festschrift für den Holocaustleugner David Irving. Darüber hinaus beklagte Uhle-Wettler die Geschichtsschreibung durch die Siegermächte und das Fehlen einer „amtlichen Dokumentation über den Massenmord an den Juden“. In Hannover ist Uhle-Wettler durch seine Auftritte bei der OMV und der DLVH bekannt.

Hintergrund:
Beim „Ritterkreuz des Eiserner Kreuzes“ handelt es sich um einen von Adolf Hitler eingeführten Orden. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser über 8.000 mal an Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörige verliehen.

Wehrmachtsgedenken in Lehrte

Am sog. Volkstrauertag führen Neonazis eine „Gedenkaktion“ in Lehrte-Aligse durch.

HIAG Mitglieder aus Hannover besuchen Kriegsgräber

50 Mitglieder der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS (HIAG) (vorwiegend aus Soltau-Fallingbostel, Celle und Hannover) „gedenken“ auf dem Areal der Kriegsgräberstätte Essel (Lüneburger Heide) am Totensonntag den „Gefallenen verschiedener Waffengattungen“. Besonders hervorgehoben wurden dabei die hier beerdigten Mitglieder des „Reichsarbeitsdienst und der Waffen-SS“, welche „getreu ihrem Fahneneid fürs Vaterland“ gefallen seien. In Redebeiträgen werden besonders alliierte Kriegsoperationen betont, während nationalsozialistischen Verbrechen und Gräueltaten nicht behandelt werden.
Seit 2007 ist der Friedhof immer wieder Schauplatz für Naziaktionen.

Wehrmachtsgedenken in Pattensen

Am sog. Volkstrauertag führen Neonazis eine „Gedenkaktion“ an einem „Ehrenmal“ in Pattensen durch.

Unverrichtete Dinge in Berlin

Zusammen mit vielen Anderen müssen Marc-Oliver Matuszewski, Holger Gerlach und weitere Nazis aus dem Raum Hannover unverrichteter Dinge aus Berlin abreisen. Der Aufmarsch der Jungen Nationaldemokraten unter dem Motto „60 Jahre Befreiungslüge – Schluss mit dem Schuldkult“ wird von rund 15.000 Menschen blockiert.

Glorifizierungs der Wehrmacht mit der OMV

Die OMV führt unter dem Thema „Partisanenkrieg im Osten“ eine Veranstaltung mit, dem in rechten Kreisen heißbegehrten, Prof. Dr. Franz Seidler durch. Die ca. 80 Anwesenden der „Kriegsgeneration“ lauschen andächtig dem nach Thesen gegliederten Vortrag Seidlers und zeigen bei der anschließenden Diskussion ihre Gesinnung in Form von verharmlosenden und glorifizierenden Darstellungen der Wehrmacht.

Veranstaltung mit ultrarechten Referenten

Die OMV und die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) laden gemeinsan zu einer Veranstaltung mit dem ultrarechten Pater Lothar Groppe unter dem Motto „Die deutsche Wehrmacht zwischen Ehrenrettung und Verdammnis“ ein.

OMV-Veranstaltung in Isernhagen

Die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) führte in Kooperation mit der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung im Gasthaus Dehne in Isernhagen eine Veranstaltung durch. Thema sollte „Die deutsche Wehrmacht zwischen Ehrenrettung und Verdammnis“ sein. Der angekündigte Referent, Pater Lothar Groppe SJ, Militärpfarrer und verantwortlich für zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen der extremen Rechten war jedoch verhindert. Gleichwerter Ersatz war jedoch leider schnell gefunden. Franz Uhle-Wettler, bekannt für seine Vorträge bei diversen extrem rechten Vereinigungen durfte die Wehrmacht glorifizieren.

FAP Veranstaltung mit Wehrmachtsgeneral

Unter dem Deckmantel von Die Deutsche Freiheitsbewegung versucht die FAP eine Veranstaltung im Künstlerhaus mit dem Hitler-General Otto-Ernst Remer durchzuführen. Das Kulturamt der Stadt sagt die Veranstaltung schließlich ab. Die 30 angereisten Alt- und Neonazis treffen sich daraufhin im Inter-City-Hotel.

Kranzniederlegung und Fackelmarsch in Letter

Mitglieder der FAP führen eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Letter durch: Zwölf Schwarzuniformierte ziehen mit Fackeln und schwarz-weiß-roten Fahnen durch den Ort.