Tag-Archiv für 'waffe'

Jugendlicher durch Messerattacke lebensgefährlich verletzt

Am Steintor in der Innenstadt haben sich etwa 400 Menschen zu einer türkisch-nationalistischen Kundgebung versammelt, um für „Solidarität mit der Türkei“ und gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK zu demonstrieren. Gezeigt werden überwiegend türkische Nationalfahnen, aber es sind auch Fahnen dabei, die auf die faschistische Ideologie der Grauen Wölfe Bezug nehmen.
Eine Gruppe von kurdischen Jugendlichen stört die Kundgebung mit Fahnen und Parolen. Daraufhin eskaliert die nationalistische Kundgebung und viele TeilnehmerInnen zeigen den Gruß der Grauen Wölfe. Die Polizei schreitet ein und trennt die Gruppen. In der Innenstadt kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen türkischen NationalistInnen und FaschistInnen aus der einen und kurdischen Jugendlichen auf der anderen Seite und der Polizei. Gegen ca. 14:20 Uhr wird ein 26-jähriger kurdischer Jugendlicher durch eine Messerattacke lebensgefährlich am Hals verletzt. Nach dem Angriff kommt es zu weiteren Auseinandersetzungen im Bereich Bahnhofstraße.

Das Leben des Jugendlichen kann durch eine Notoperation gerettet werden.

Ein 50-jähriger Mann stellt sich in der Nacht auf Sonntag der Polizei. Er soll an der Messerattacke auf den kurdischen Jugendlichen beteiligt gewesen sein. Er wird nach seiner Vernehmung wieder entlassen.

Mann schießt auf KoranverteilerInnen

In der Innenstadt an der U-Bahnhaltestelle „Steintor“ schießt ein Mann mit einem Gas- oder Schreckschussrevolver zuerst in die Luft, dann auf die Besetzung eines salafistischen Infotischs von dem Korane verteilt werden. Verletzt wird niemand. Der Mann flüchtet in Richtung Klagesmarkt und wird später von der Polizei festgenommen. Laut Presse besteht vermutlich ein fremdenfeindlicher Hintergrund.

Hausdurchsuchungen in Pattensen

Die Polizei durchsucht in Pattensen zwei Wohnungen, die von Patrick Kruse genutzt werden. Kruse ist einer der führenden Köpfe der verbotenen Gruppe Besseres Hannover und versucht sich unter dem Namen Jugendgedanken als Liedermacher.
Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen der Anschläge auf Parteibüros, einen Döner-Imbiss sowie eine Gedenktafel in Pattensen zwischen Oktober und Dezember 2013. Hier waren teilweise Scheiben beschädigt oder Farbanschläge verübt worden. Bei der Durchsung wurde unter anderem eine Stahlschleuder, eine Softairwaffe samt Munition sowie mehrere Glaskugeln sicher gestellt. Die Polizei prüft auch die Beteiligung an ähnlichen Anschlägen im Stadtgebiet von Hannover.
Gegen Kruse läuft zur Zeit auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Großangelegte Razzia auch im Raum Hannover

Im Rahmen einer großangelegten Razzia werden Gebäude im In- und Ausland durchsucht. In Deutschland finden diese Durchsuchungen in der Umgebung von Hamburg und den Regionen Wismar und Hannover statt. Weiterhin gibt es Durchsuchungen in den Niederlanden und Wohnungen, Geschäftsräume und Gefängniszellen in der Schweiz.
Vorwurf ist die Gründung einer bewaffneten Organisation, die nach dem Vorbild der Werwolf-Kommandos agiert. Ein Schweizer Neonazi soll dabei die Führungsperson sein. Er war Anfang Mai 2012 am Hauptbahnhof in Hamburg festgenommen worden, wohin er sich nach einer Schießerei flüchtete. In Hamburg unterhielt er gute Kontakte zur Neonazigruppe Weisse Wölfe Terrorcrew/Hamburger Nationalkollektiv (WWT/HNK).
Noch Ende Mai gründet sich ein Ableger der Gruppe in Hannover.

Hintergrund:
Die historische Organisation Werwolf war im November 1944 von SS-Führer Heinrich Himmler ins Leben gerufen worden. Die Aufgabe der Werwolf Einheiten war es, hinter den feindlichen Linien, auch nach einem möglichen Kriegsende, einen Untergrundkampf gegen die Alliierten weiterzuführen.
Neonazis dient der Rückgriff auf die Werwolf-Organisation als Ausdruck ihres unbedingten Kampfeswillen, der die Vernichtung ihrer politischen GegnerInnen mit einschließt. Der Name wird von Bands und Wehrsportgruppen oder in anonymen Drohungen benutzt.

Fussballfans mit Messer bedroht

Bei der Fête de la Musique taucht Siegfrid Schmitz gegen 22 Uhr zusammen mit einem Bekannten am Stand eines antirassistischen Fussballturniers auf. Hier beschimpft er die OrganisatorInnen wild und pöbelt lautstark herum. Nach mehreren Aufforderungen den Stand zu verlassen, versuchen die Fussballfans die beiden Männer abzudrängen. Es kommt zu einer Schlägerei bei der Schmitz Begleiter ein Messer zieht und die Fans bedroht. Auch OrdnerInnen der Musikveranstaltung können die Situation nicht beruhigen. Erst der Polizei gelingt es den Mann zu Boden zu bringen und zu entwaffnen.

Schmitz ist stellvertretendes Vorstandsmitglied der rechtspopulistischen Wählervereinigung Die Hannoveraner. Darüber hinaus betreut er den Internetauftritt der Partei Die Freiheit Niedersachsen und ist Sprecher der German Defence League (GDL) für die er bei rassistischen Demonstrationen bundesweit als Redner auftritt. Für Jens Böning, ehemaliger Republikaner und Vorsitzender der Hannoveraner, ist dies kein Problem: „Erst, wenn die Gruppierung vom Verfassungsschutz beobachtet wird, müsste ich noch einmal mit Schmitz reden“, erklärt Böning in der Presse.

Nazis greifen vor dem Rockhouse an

Vor dem Rockhouse greifen vier Männer und eine Frau einen 23-Jährigen an und schlagen ihm mehrfach ins Gesicht. Die AngreiferInnen gehörten zu einer Gruppe von etwa 15 Personen, aus der, am Rockhouse angekommen, rechte Parolen gerufen und Hitlergrüße gezeigt wurden. Der Angriff erfolgt nachdem der Betroffene die Gruppe darauf ansprachen, vorher vermummten sich die AngreiferInnen.
Der Polizei gelingt es die vier Männer (23, 24, 27 und 29 Jahre) festzunehmen. Bei der Durchsuchung wird ein Messer, ein Schlagring und ein Teleskopschlagstock gefunden. Gegen sie wird Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffengesetz und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt.
Dies ist nicht der erste Vorfall mit rechtem Hintergrund im Zusammenhang mit dem Rockhouse.

Razzien nach Verbot von Besseres Hannover

Die Gruppe Besseres Hannover wird durch den niedersächsischen Innenminister verboten. In diesem Zusammenhang werden 27 Hausdurchsuchungen in Niedersachsen durchgeführt: 21 in der Region Hannover, sechs weitere u.a. in Hildesheim, Hohenhameln, Verden und Schaumburg. Bei der Durchsuchung wird ein Spezialeinsatzkommando der Polizei eingesetzt, weil einer der Verdächtigen im Besitz einer scharfen Schusswaffe war.
Im Rahmen der Razzien wird die Verbotsverfügung den vier Führungspersonen der Gruppe zugestellt. Bei diesen handelt es sich um um den ehemaligen NPD Hannover Vorsitzenden Marc-Oliver Matuszewski (Claudiusstraße, Wülfel), Benjamin Krüger (Nordstadt, ehemals Celle), Denny Subke (Verden, ehemals Hannover) sowie eine Person aus Niedernwöhren (Landkreis Schaumburg).
Bei den Durchsuchungen werden neben Computern, Zubehör und Handys auch eine Handgranate, eine Machete sowie Hieb- und Stichwaffen, eine Hakenkreuzfahne und jede Menge Propagandamaterial, darunter auch NPD Material sichergestellt.
Insgesamt wird gegen 22 Neonazis wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB) in diesem Zusammenhang ermittelt. Insgesamt rechnen die Behörden der Gruppe 40 Neonazis zu. 35 von ihnen sind auch außerhalb ihrer Aktivitäten für die Gruppe in die Naziszene eingebunden.
Die Ermittlungen bestätigen ebenfalls, dass es zwischen dem NSU Unterstützer Holger Gerlach und der Führungsriege der Gruppe Kontakt gegeben hat.

Das Verbot verbietet eine Weiterbetätigung der Gruppe einschließlich Auftritten des Abschiebären, die Verteilung der Publikationen Bock und Anschlag. Die Vermögen aus der Gruppenkasse wird beschlagnahmt und auch die Fortführung durch Ersatzvereine ist verboten.

Nazi greift mit Messer an

Die bereits bekannten Nazis Ralf Hansen, Maximilian Feige und Lukas Richter (Barsinghausen) greifen zusammen mit anderen Nazis den Infotisch einer Initiative gegen Rechts auf dem Opernplatz an. Während Hansen Reizgas einsetzt, zieht Richter ein Messer und sticht mehrmals in Richtung der NazigegnerInnen. Alle AngreiferInnen werfen zudem Flaschen. Die alarmierte Polizei nimmt im Anschluss einen der Angegriffenen fest.

Die Nazis Richter und Feige fahren im Anschluss nach Barsinghausen und greifen hier in der Innenstadt linke und alternative Jugendliche an. Erneut zieht Richter ein Messer und verletzt hier einen der Jugendlichen im Gesicht und am Rücken. Die Polizei stellt das Messer sicher, aber ist nicht in der Lage die Nazis festzunehmen.

Alle Angreifer haben Verbindungen zur Nazikameradschaft Besseres Hannover.

Nazihooligans greifen Jugendliche an

Ca. 20 Nazihooligans (zwischen 17 und 35 Jahren) aus Kreisen des Nordsturm Brema (NSHB) und der Standarte Bremen greifen in Wunstorf die zumeist jugendlichen Gäste einer abendlichen Party im soziokulturellen Zentrum Wohnwelt mit Teleskopschlagstöcken, Schlagringen und Chako an. Die Angreifer sind durch Tätowierungen, eindeutige Kleidung und Aufdrucken als rechts zu identifizieren. Der Angriff wird von Seiten des Betreibervereins der Wohnwelt als „komplett koordiniert und auf ein bestimmtes Zeichen abgesprochen“ beschrieben, vorher hatten die Angreifer bereits einige Zeit am Bahnhof gewartet ohne den Anschlusszug zu besteigen. Unter „Wo ist die Antifa?“-Rufen zerstören die Hooligans Inventar, jagen Partygäste und treten auf eine am Boden liegende Person ein. Etwa zehn Personen werden leicht verletzt, zwei müssen ins Krankenhaus transportiert werden.
Während die Polizei die Angreifer aufhält und die Personalien überprüft wird beobachtet wie diese untereinander die Kleidung tauschen, um eine Identifizierung zu erschweren.

Rassistischer Angriff in S-Bahn

In der S-Bahn von Barsinghausen nach Hannover greifen drei Männer (zweimal 17, einmal 28 Jahre) zwei mit Reizgas schwarze Frauen an. Dem Angriff waren Beleidigungen seitens der Männer vorhergegangen. Die Polizei nimmt die Personalien der Männer auf und ermittelt gegen sie wegen gefährlicher Körperverletzung. Zwei der Angreifer sind als Angehörige einer „Gruppe Rechtsextremer aus Barsinghausen“ polizeibekannt.