Tag-Archiv für 'waffe'

Waffenbestellung aus Hannover

Von einer Adresse in Hannover wird ein Schreckschuss Revolver für 399 € bei der zwielichtigen und rassistischen Waffenverkaufsseite Migrantenschreck bestellt.

Waffenbestellung aus Langenhagen

Von einer Adresse in Langenhagen wird ein Schreckschuss Revolver für 399 € bei der zwielichtigen und rassistischen Waffenverkaufsseite Migrantenschreck bestellt.

Waffenbestellung aus Uetze

Von einer Adresse in Uetze wird ein Schreckschuss Revolver für 399 € bei der zwielichtigen und rassistischen Waffenverkaufsseite Migrantenschreck bestellt.

Einschusslöcher an Wohncontainern

An einer Containeranlage für Flüchtlinge in Empelde (Ronnenberg) werden von einem Mitarbeiter der Stadt Einschusslöcher festgestellt. Am kommenden Tag sollten hier die ersten Menschen einziehen.
Bei den Ermittlungen der Polizei werde ein politischer Hintergrund „in die Überprüfungen mit einbezogen“.

Nazihooligans versammeln sich am Hauptbahnhof

Ca. 30 Personen aus dem Spektrum von Gemeinsam Stark Deutschland (GSD) reisen morgens über den Hauptbahnhof Hannover nach Magdeburg. In der Personengruppe wird ein Baseballschläger offen gezeigt. Die Polizei am Bahnhof ist davon unbeeindruckt und lässt die Gruppe gewähren.

Jugendlicher durch Messerattacke lebensgefährlich verletzt

Am Steintor in der Innenstadt haben sich etwa 400 Menschen zu einer türkisch-nationalistischen Kundgebung versammelt, um für „Solidarität mit der Türkei“ und gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK zu demonstrieren. Gezeigt werden überwiegend türkische Nationalfahnen, aber es sind auch Fahnen dabei, die auf die faschistische Ideologie der Grauen Wölfe Bezug nehmen.
Eine Gruppe von kurdischen Jugendlichen stört die Kundgebung mit Fahnen und Parolen. Daraufhin eskaliert die nationalistische Kundgebung und viele TeilnehmerInnen zeigen den Gruß der Grauen Wölfe. Die Polizei schreitet ein und trennt die Gruppen. In der Innenstadt kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen türkischen NationalistInnen und FaschistInnen aus der einen und kurdischen Jugendlichen auf der anderen Seite und der Polizei. Gegen ca. 14:20 Uhr wird ein 26-jähriger kurdischer Jugendlicher durch eine Messerattacke lebensgefährlich am Hals verletzt. Nach dem Angriff kommt es zu weiteren Auseinandersetzungen im Bereich Bahnhofstraße.

Das Leben des Jugendlichen kann durch eine Notoperation gerettet werden.

Ein 50-jähriger Mann stellt sich in der Nacht auf Sonntag der Polizei. Er soll an der Messerattacke auf den kurdischen Jugendlichen beteiligt gewesen sein. Er wird nach seiner Vernehmung wieder entlassen.

Mann schießt auf KoranverteilerInnen

In der Innenstadt an der U-Bahnhaltestelle „Steintor“ schießt ein Mann mit einem Gas- oder Schreckschussrevolver zuerst in die Luft, dann auf die Besetzung eines salafistischen Infotischs von dem Korane verteilt werden. Verletzt wird niemand. Der Mann flüchtet in Richtung Klagesmarkt und wird später von der Polizei festgenommen. Laut Presse besteht vermutlich ein fremdenfeindlicher Hintergrund.

Hausdurchsuchungen in Pattensen

Die Polizei durchsucht in Pattensen zwei Wohnungen, die von Patrick Kruse genutzt werden. Kruse ist einer der führenden Köpfe der verbotenen Gruppe Besseres Hannover und versucht sich unter dem Namen Jugendgedanken als Liedermacher.
Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen der Anschläge auf Parteibüros, einen Döner-Imbiss sowie eine Gedenktafel in Pattensen zwischen Oktober und Dezember 2013. Hier waren teilweise Scheiben beschädigt oder Farbanschläge verübt worden. Bei der Durchsung wurde unter anderem eine Stahlschleuder, eine Softairwaffe samt Munition sowie mehrere Glaskugeln sicher gestellt. Die Polizei prüft auch die Beteiligung an ähnlichen Anschlägen im Stadtgebiet von Hannover.
Gegen Kruse läuft zur Zeit auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Großangelegte Razzia auch im Raum Hannover

Im Rahmen einer großangelegten Razzia werden Gebäude im In- und Ausland durchsucht. In Deutschland finden diese Durchsuchungen in der Umgebung von Hamburg und den Regionen Wismar und Hannover statt. Weiterhin gibt es Durchsuchungen in den Niederlanden und Wohnungen, Geschäftsräume und Gefängniszellen in der Schweiz.
Vorwurf ist die Gründung einer bewaffneten Organisation, die nach dem Vorbild der Werwolf-Kommandos agiert. Ein Schweizer Neonazi soll dabei die Führungsperson sein. Er war Anfang Mai 2012 am Hauptbahnhof in Hamburg festgenommen worden, wohin er sich nach einer Schießerei flüchtete. In Hamburg unterhielt er gute Kontakte zur Neonazigruppe Weisse Wölfe Terrorcrew/Hamburger Nationalkollektiv (WWT/HNK).
Noch Ende Mai gründet sich ein Ableger der Gruppe in Hannover.

Hintergrund:
Die historische Organisation Werwolf war im November 1944 von SS-Führer Heinrich Himmler ins Leben gerufen worden. Die Aufgabe der Werwolf Einheiten war es, hinter den feindlichen Linien, auch nach einem möglichen Kriegsende, einen Untergrundkampf gegen die Alliierten weiterzuführen.
Neonazis dient der Rückgriff auf die Werwolf-Organisation als Ausdruck ihres unbedingten Kampfeswillen, der die Vernichtung ihrer politischen GegnerInnen mit einschließt. Der Name wird von Bands und Wehrsportgruppen oder in anonymen Drohungen benutzt.

Fussballfans mit Messer bedroht

Bei der Fête de la Musique taucht Siegfrid Schmitz gegen 22 Uhr zusammen mit einem Bekannten am Stand eines antirassistischen Fussballturniers auf. Hier beschimpft er die OrganisatorInnen wild und pöbelt lautstark herum. Nach mehreren Aufforderungen den Stand zu verlassen, versuchen die Fussballfans die beiden Männer abzudrängen. Es kommt zu einer Schlägerei bei der Schmitz Begleiter ein Messer zieht und die Fans bedroht. Auch OrdnerInnen der Musikveranstaltung können die Situation nicht beruhigen. Erst der Polizei gelingt es den Mann zu Boden zu bringen und zu entwaffnen.

Schmitz ist stellvertretendes Vorstandsmitglied der rechtspopulistischen Wählervereinigung Die Hannoveraner. Darüber hinaus betreut er den Internetauftritt der Partei Die Freiheit Niedersachsen und ist Sprecher der German Defence League (GDL) für die er bei rassistischen Demonstrationen bundesweit als Redner auftritt. Für Jens Böning, ehemaliger Republikaner und Vorsitzender der Hannoveraner, ist dies kein Problem: „Erst, wenn die Gruppierung vom Verfassungsschutz beobachtet wird, müsste ich noch einmal mit Schmitz reden“, erklärt Böning in der Presse.