Tag-Archiv für 'verbindungsunwesen'

Burschenschafter treffen sich in Hannover

Im Haus der Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig (Rühlmannstraße) treffen sich rund 100 Mitglieder der Deutschen Burschenschaft (DB) zu einem verbandsinternen Treffen.

Die DB stand im Sommer des Jahres in der öffentlichen Kritik, da sie von Mitgliedern eine Art „Ariernachweis“ verlangt: Ob ein Mitglied „deutsch“ sei oder nicht, solle nicht mehr durch Staatsbürgerschaft, sondern durch Abstammung festgelegt werden. Aufgrund der kritischen Berichterstattung kam es zu internen Streitigkeiten, wie mit damit umzugehen sei. Das Treffen in Hannover ist als erzwungene Krisensitzung der DB zu werten, um Lösungen auf diese Frage zu finden.

Gegen das Treffen versammelten sich 120 Menschen vor dem Haus, um gegen Burschenschaften und Rassismus zu demonstrieren. Die Polizei versuchte bereits im Vorfeld durch faktisch unerfüllbare Auflagen einen planmäßigen Ablauf der Kundgebung zu verhindern und provozierte am Abend Teilnehmende der Veranstaltung.

Publikumsschwund bei Studentenverbindung

Die Studentenverbindung Corps Hannovera hat zu einer Veranstaltung im Audimax der Universität geladen. AntifaschistInnen verteilen Flugblätter und klären über den Hintergrund von Studentenverbindungen auf. Ca. 70 der 100 BesucherInnen verlassen daraufhin die Veranstaltung.

Revisionistischer Vortrag bei Burschenschaft geplant

Die Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover lädt zu einer Veranstaltung zum Thema „Westalliierte Kriegsverbrechen an Angehörigen der deutschen Wehrmacht“ mit Dr. Roland Bilib, einem Alten Herrn der Burschenschaft Danubia aus München, ein. Die Veranstaltung findet ohne Angabe von Gründen nicht statt. Der Referent hatte geplant Thesen des Revisionisten James Bacque aus Kanada vorzutragen. Bacque ist weder Professor, noch sind seine Thesen historisch haltbar. Seine tendenziöse „Forschung“ verfolgt vielmehr die Relativierung deutscher Kriegsverbrechen.

Verbindungsstudenten mit Reichskriegsflagge

Gegen 11 Uhr laufen acht Verbindungsstudenten mit einer Reichskriegsflagge vom Königsworther Platz richtung der Straße Am Taubenfelde. In dieser Straße befindet sich das Haus der Burschenschaft Germania.

Burschenschafter aus Hannover in Österreich

Vom 19. bis 21. Juni feiern Burschenschaften in Österreich einen Festkommers unter dem Motto „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ in Innsbruck. Neben rechten Parteien, Studentenverbindungen, rechten Hochschulgruppen und Nazis nehmen auch Gäste aus der Bundesrepublik teil: Neben Mitgliedern von NPD und Vetriebenenverbänden, sind auch Burschenschafter aus Hannover und anderen Orten anwesend, wenn es um den Wunsch eines großdeutschen Reiches geht, das von Tirol bis Russland reichen soll.

Burschenschafter in rechter Neofolk-Band

Sven Dortmund (Burschenschaft Arminia) steigt im Mai 2008 bei der rechten Neofolk-Band Traum’er Leben ein. Die Band wird beim österreichischen Label Steinklang vertrieben, das auch weitere rechte Bands im Programm hat.

Rechter Vortrag bei Burschenschaft

Auf Einladung der Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover hält Dr. Karlheinz Weißmann einen Vortrag über das „Konservative Minimum“. Dr. Weißmann ist Verfechter des Konzept des Kulturpatriotismus und ist durch relativierende Äußerungen über den Holocaust aufgefallen. Er gilt als Teil der intellektuellen Elite der neuen Rechten, schreibt regelmäßig in rechten Zeitungen, wie der Jungen Freiheit und hält Vorträge bei konservativen und extrem rechten Organisationen.

Rechter Referent bei Buschenschaft

Der, in rechten Kreisen bekannte, Mittelstandsexperte Prof. Dr. Eberhard Hamer aus Hannover referiert vor der Burschenschaft Ghibelinia-Leipzig zu Hannover zum Thema „Weltgeldbetrug“. Hamer ist bekannt für seine Auftritte beim verschwörungstheoretischen Internetsender Secret TV und für Veranstaltungen bei der Staats- und Wirtschaftsgesellschaft (SWG). Die SWG kann als Scharnier zwischen Konservatismus und extremer Rechter gesehen werden.

Veranstaltung mit Björn Clemens

Bei einer Veranstaltung von Pro Hannover in Langenhagen tritt neben dem Burschenschaftler und Pro Hannover-Mitglied Björn Tute auch Björn Clemens auf. Clemens ist langjähriger Führungskader der Republikaner und Mitglied der Burschenschaft Rheinfranken, Gießen und hatte bereits Auftritte bei Veranstaltungen der NPD. Tute und Clemens schreiben beide Texte für die rechte online-Zeitschrift Freie deutsche Zeitung.

Verbindungsstudenten in der Jungen Freiheit

Maximilian Zieseniß (Landsmannschaft Niedersachsen) lässt sich von der extrem rechten Wochenzeitschrift Junge Freiheit interviewen. In dem Artikel kommt auch Daniel Buljevic (Burschenschaft Germania) zu Wort; die Germania stellt der Zeitschrift außerdem Bildmaterial zur Verfügung.