Tag-Archiv für 'veranstaltung'

Hausverbot für Neonazi bei der CDU

Trotz eines laufenden Parteiausschlussverfahrens taucht Dirk Heuer im Mai 2016 beim Parteitag der CDU im Freizeitheim Ricklingen auf. Woraufhin der hannoversche CDU Chef Toepffer ihm Hausverbot erteilt. Heuer geht zunächst, nur um später wiederzukommen, weil ein Anwalt ihm gesagt haben solle, er könne sich dort aufhalten. Dies sorgt für Unruhe im Saal und erst die Polizei kann ihn aus der Veranstaltung entfernen. Die CDU stellt danach Anzeige gegen Heuer wegen Hausfriedensbruchs.

NPD Landesparteitag in Cloppenburg

Beim Landesparteitag der NPD in Petersdorf (Landkreis Cloppenburg) wählen die rund 50 Deligierten den neuen Landesvorstand. Diesem gehören mit Karin Hollack und Christina Krieger auch zwei Mitglieder der Partei aus Hannover an.

Auftritt von Jugendgedanken in Pirna

Patrick Kruse (früher Gruppe Besseres Hannover) tritt als Liedermacher Jugendgedanken im Rahmen einer Aktionswoche zum Jahrestages der Bombardierung Dresdens am 13.02.2015 in Pirna (Sachsen) auf.

Graue Wölfe Konzert in Vahrenwald

Im Star Event Center in Vahrenwald organisiert die Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine Deutschland (ADÜTDF) ein Konzert mit dem türkischen Sänger Mustafa Yildizdogan. Die Föderation steht den Grauen Wölfen nahe und auch in den Videos des Sängers tauchen Symbole der Bewegung auf. Der Verfassungsschutz hatte im Vorfeld vor dem Konzert gewarnt bei dem bis zu 400 BesucherInnen erwartet wurden.

Terroritorium spielen in Thüringen

Bei einer „Kundgebung mit Musik“ in Hildburghausen (Thüringen) spielen Terroritorium aus Hannover zusammen mit den Nazibands Nahkampf, Confident of Victory, Terrorsphära und Nordglanz.
Als Redner treten Axel Michaelis (Geschäftsführer NPD Bayern), Patrick Schröder (NPD-Nachwuchsfunktionär aus Bayern und Betreiber der Nazimodemarke Ansgar Aryan) und Tommy Frenck auf. Letzterer ist eine zentrale Person des ausrichtenden Bündnis Zukunft Hildburghausen.

Rechtsausleger Lesung in der List

Der Politologe Arnulf Baring stellt in der Buchhandlung Leuenhagen & Paris in der List ein eigenes Buch vor. Während des Vortrags macht Baring immer wieder Anspielungen, die als geschichtsrevisionistisch und NS verherrlichend verstanden werden können: In der HAZ heißt es z.B.: „Hätte Hitler 1940 nach dem Sieg über Frankreich Frieden geschlossen, sagt Baring beispielsweise, so gälte er jetzt als ‚größter Deutscher‘“. Als es um deutsche Opfer sowjetischer Vergewaltigungen geht, sagt er „Wir trauern um tote Juden – aber wer trauert über diese Deutschen?“. Den Einwand eines Zuhörers, er hätte nicht allein die Bombardierung Dresdens, sondern auch die deutschen Bomben auf Coventry (England) kritisieren müssen, kontert er: „Coventry war eine Industriestadt – das kann man nicht vergleichen.“
Auch bei weiteren seiner Ausführungen dürften sich Neonazis und Rechtspopulisten wiederfinden. So sichert er der Alternative für Deutschland seine Unterstützung zu, attestiert Thilo Sarrazin „nicht auf den Kopf gefallen“ zu sein, gleichgeschlechtliche Eltern sind für ihn „gegen den gesunden Menschenverstand“ und die Emanzipation allein „Vermännlichung der Frau“. Eine „perverse Entwicklung“ ist für ihn die Tatsache, dass Frauen mehr tun als nur Kinder gebähren.
Beim Thema Europa stellt Baring klar, der Euro „funktioniert nicht“ und die Europawahl sei „absolut überflüssig“. Die EU-Aufnahme der Türkei kommentiert er mit: „Dann klopfen als nächstes die Juden an“.

Der Moderator, der mitveranstaltenden FDP nahen Friedrich-Naumann-Stiftung verklärt den Vortrag als einen „großen Ritt durch viele Themenfelder“.1 Bei der Veranstaltung fühlte sich u.a. der stellvertretende Vorsitzende der AfD Niedersachsen Matthias Dorn (Hannover) so wohl, dass er sich von Baring eine Widmung mit „guten Wünschen, auch für die AfD“ geben lässt.

Kandidatin aus Hannover auf NPD Liste zur Europawahl

Auf dem Bundesparteitag der NPD in Kirchheim (Thüringen) wird mit Christina Krieger, die Vorsitzende der NPD Hannover auf Platz 7 der bundesweiten NPD Liste zur Europawahl am 25. Mai des Jahres gewählt.

Konzert mit Terroritorium

Im März tritt die Rechtsrockband Terroritorium aus Hannover bei einem Konzert in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) auf.

Rechte und rechte Parolen bei Freiwild Konzert

Die Grauzoneband FreiWild hat einen Auftritt in der AWD Hall. Die auf deutsch singende Band aus Norditalien ist eine aktuelle Kopie der Böhsen Onkelz: Gleicher Musikstil und die „Wir Aussenseiter gegen alle anderen“-Attitüde. Dazu kommt eine Beteuerung des vermeintlich unpolitischen inklusive einer Abgrezung gegen „Extremismus“. Bandsänger Burger tut seine Mitgliedschaft in der Freiheitlichen Jugend als auch in der aufgelösten Rechtsrockband Kaiserjäger als Jugendsünde ab. Trotzdem sind die Texte der Band klar nationalistisch, völkisch und chauvinistisch. FreiWild bieten deutliche Anschlussmöglichkeiten für faschistische Ideologie und Nazis.
Vor der Halle versuchen Fans der Band mit angedeuteten Hitlergrüßen und Parolen wie „Südtirol bleibt deutsch“ und „Scheiss Zecken“ die ca. 75 Menschen zu provozieren und teilweise anzugehen, die gegen das Konzert demonstrieren. Neben den Beschimpfungen und Provokationen der Fans, posieren ca. zehn Personen der Gruppe Identitärer Großraum Hannover, dem lokalen Ableger der Identitären Bewegung, mit Fahne und Flugblättern am Rande der Kundgebung. Zwischen nationalistisch pöbelnden Fans und rassistischen Identitären können sich auch ca. fünf AnhängerInnen der German Defence League (GDL) sicher fühlen.

Grauzoneband spielt in Lindener Kneipe

Zusammen mit der Rude Scorcher Crew präsentiert die Lindener Kneipe Havana ein Konzert der Grauzoneband Secret Army aus Barcelona in ihren Räumen. Die Band wird über das, in diesem Bereich bekannte, Label Contra Records vertrieben. Ende 2010/Anfang 2011 steuerten sie ein Lied zu einem Sampler auf dem auch rechte Bands vertreten waren. Zudem sind auch mehrere Auftritte der Band zusammen mit anderen Grauzonebands bei einschlägigen Konzerten bzw. Festivals bekannt. Die Party nach dem Konzert wird unter anderem von DJ Skahead69 gestaltet, der bereits für das Gumbles-Konzert im Béi Chéz Heinz als Veranstalter auftrat.