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Seelzer Ratsherr kauft Thor Steinar

Thomas Schroer (Mitglied des Stadtrats in Seelze für das Bürgerforum Seelze, Ex-Republikaner) und seine Lebensgefährtin provozieren die TeilnehmerInnen einer Demonstration gegen den Thor Steinar Laden in der List indem sie während der Abschlusskundgebung demonstrativ im Laden einkaufen. Auf Nachfrage der HAZ erklärt er, dass er „vor 80 Jahren auch bei Juden eingekauft“ hätte und setzt damit eine Demonstration gegen Rechts mit dem Nationalsozialismus gleich.

Thor Steinar Laden in Hannover

In der Podbielskistraße 159 eröffnet ein Ladengeschäft der Marke Thor Steinar. Die Marke ist aufgrund der Runensymbolik und eindeutigen Aufschriften in der rechten Szene äußerst beliebt. Das Geschäft ist das dritte in Westdeutschland und das fünfte mit dem Namen Tønsberg. Die Eröffnung in Hannover erfolgt nur zwei Wochen nachdem die Filiale in Berlin-Friedrichshain überraschend geschlossen hatte. Bereits am Abend demonstrieren AntifaschistInnen und AnwohnerInnen gemeinsam gegen den Laden.

Naziparty im Scumclub aufgeflogen

In der Innenstadtdisko Scumclub soll eine Party stattfinden zu der mit Flyern geworben wird auf denen die Logos von vier Rechtsrockbands abgebildet sind. Bisher waren im Scumclub und im Rockhouse, die beide von Manfred Fischer betrieben werden, immer wieder TrägerInnen der, bei Nazis beliebten, Modemarke Thor Steinar beobachtet. 170 Menschen beteiligen sich an der antifaschistischen Kundgebung vor dem Scumclub. Bekannte Nazis bekommen von der Polizei Platzverweise ausgesprochen. So auch Kai Bergemann, Anführer der Autonomen Nationalisten Hannover, dem es jedoch gelingt bis vor die Disko zu kommen und hier einen Passanten anzugehen bevor er den Platzverweis erhält.
Partyorganisator Andreas Wienert kündigte vorher an:

„Wenn die [die Polizei] sich in Uniform vor den Laden stellen, lasse ich die Veranstaltung ausfallen. Dann aber organisiere ich beim nächsten Mal wirklich eine Rechts-Rock-Party, damit die Polizei richtig was zu tun bekommt.“

Betreiber Fischer hingegen hat eine Anzeige gegen AntifaschistInnen wegen Verbreitung des Flyers gestellt.