Tag-Archiv für 'rudolf-hess'

Rechter moderiert Esoterik Kongress im CCH

In den Räumen des Congress Centrum Hannover (CCH) findet vom 26. – 29. April die Esoterikmesse „Spirit of Health“ statt. Vor 1000 Menschen bewirbt z.B. Jim Humble (ehemaliges Scientology Mitglied) die Wirkung seines „Miracle Mineral Supplements“ (MMS). Bei MMS handelt es sich um die hochreaktive chemische Verbindung aus Chlor und Sauerstoff: Chlordioxid. Diese wirkt auf Haut und Schleimhaut reizend bis ätzend. Im Alltag wird das Mittel zur Desinfektion und zum Bleichen verwendet. Nach Humble sollen damit AIDS, Krebs und Autismus geheilt werden.
Als Moderator wird auf der Homepage der Messe ein „Prof. Dr. Vogt“ angekündigt, dem als „Filmemacher, Moderator“ sowie Betreiber eines Webportals eine „langjährige Erfahrung“ bei der Moderation zugestanden wird. Hier handelt es sich um Michael Vogt, der von 1998 bis 2007 lediglich Honorarprofessor an der Universität Leipzig war. Er zog sich vom Lehrbetrieb zurück nachdem bekannt wurde, dass er zusammen mit Mitgliedern von NPD, Republikanern und DVU an einer Veranstaltung der extrem rechten Fraktion Identität, Tradition, Souveränität (ITS) des Europäischen Parlaments im September 2007 in Strasbourg teilgenommen hatte. 2004 produzierte er zusammen mit dem Historiker Olaf Rose (seit 2006: NPD) die Dokumentation „Geheimakte Heß“ über den Hitler Stellvertreter Rudolf Heß, die Ikone der Naziszene. Ein Historiker der Universität Würzburg bewertet diese Dokumentation wie folgt: „Insgesamt komme ich zu dem Schluss, dass es offenbar das Anliegen der DVD ist, gezielt eine Klientel zu bedienen, die gar nicht an einer wissenschaftlich haltbaren Aufklärung der Causa Heß interessiert ist, sondern nur dunklen Verschwörungstheorien nachhängt.“
Heute betreibt Vogt ein Internetportal über das verschwörungstheoretische Inhalte verbreitet werden.

Naziflashmob angekündigt

Nazis kündigen im Internet auf einer extra dafür eingerichteten Homepage bundesweite Flashmob-Aktionen zum Todestag von Rudolf Hess an. In Hannover sollen die vor dem Unabhängigen Jugendzentrum in der Kornstraße durchgeführt werden. AntifaschistInnen mobilisieren gegen das Vorhaben. Die Aktion findet in Hannover nicht statt.

Naziplakate in der Calenberger Neustadt

Rund um den Goethekreisel in der Calenberger Neustadt und entlang des Leineufers im Bereich des Flohmarkts werden Plakate und Aufkleber der Jungen Nationaldemokraten anlässlich des Jahrestages des Selbstmords von Rudolf Hess geklebt. AntifaschistInnen entfernen die noch feuchten Plakate am gleichen Abend.

Polizei stellt Rudolf Hess Propaganda sicher

Ein junger Mann (19 Jahre) wird am Leibnizufer von der Polizei kontrolliert. Er hat ca. 500 Aufkleber mit Bezug zum Todestag von Rudolf Hess dabei. Die Polizei nimmt seine Personalien auf und behält die Aufkleber ein. Kurze Zeit später entdecken die BeamtInnen eine Sprüherei zum gleichen Thema an einer Fußgängerunterführung am Friedrichwall. Der 19-jährige war bereits vor einigen Jahren wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ aktenkundig geworden. Auch im Bereich Calenberger Neustadt werden Aufkleber entdeckt.

Zeuge mit Rudolf-Hess-Hemd

Patrick Heise ist als Zeuge im Prozess gegen den türkischen Arbeiter geladen, der sich gegen einen Naziangriff am 22. Oktober 2004 mit einem Taschenmesser wehrte und gegen den nun verhandelt wird. Über Heises Auftreten schreibt die HAZ am nächsten Tag: „[…] als dann aber ein Zeuge aus der Neonazi-Gruppe mit einem Rudolf-Hess-Hemd auftreten wollte – es trug die Botschaften ‚Ich bereue nichts‘ und ‚Wahre Helden sterben nie‘ – platzte dem Vorsitzenden Richter, Bernd Rümke der Kragen: ‚Mit so einem Hemd treten sie hier nicht auf.‘ […]“ Heise wird in der späteren Verhandlung wegen des Angriffs zu einem Wochenendarrest und einem sechsmonatigen sozialen Trainingskurs verurteilt.

Naziaufkleber in Langenhagen geklebt

In Langenhagen werden in der Nacht auf den 24. August massiv Aufkleber der NPD und zum Thema Rudolf Hess geklebt. Eine Spur von Aufkleber zieht sich vom Haus der Jugend (Langenforther Platz) bis zur Ehlersstraße.

Bus aus Hannover zu Rudolf Hess

Ein voller Reisebus mit Nazis aus Hannover, Hildesheim und Umgebung startet am Waterlooplatz, um am Gedenkmarsch für Rudolf Hess in Rudolstadt teilzunehmen. Maßgeblich organisiert wird die Fahrt von der hannoverschen Vereinten Rechten um Bernd Klein, dem es gelingt ein Spektrum von organisierten Neonazis bis hin zu extrem rechten Hooligans und NPD-Mitgliedern für die Fahrt zu vereinen.
Aus dem Raum Hannover nehmen, neben Klein, u.a. Stefan „Bibo“ Hinze, Uwe „Krawalli“ Bartling (ehem. rechter Skinhead, heute unterwegs in Hooligankreisen), Oliver Brauer, Lars Giebel (Hooligan, Anti-Antifa), Jens Horn (bereits bekannt als rechter Skinhead), Werner Krutsch, Claudia Kühne, Ralf Loehnert (ehem. Umfeld oder sogar Mitglied der FAP), Michael Rackebrandt, Bernd Steinberg, Ulf Tschirdewahn, Christian Wolters (Hemmingen), Christopher Zimmermann (Marienwerder, Mitglied einer schlagenden Burschenschaft) und, der aus Hooligankreisen bekannte, Martin Engelhardt als Ordner am Aufmarsch teil und laufen hinter dem Transparent der Vereinten Rechten.
Auf Landesebene ist sie ein Zusammenschluss verschiedener Nazigruppen aus Niedersachsen, Bremen und Hamburg, die alle der Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front (GdNF) zuzuordnen sind. In Hannover legt die Gruppe großen Wert auf die Diskussion und Zusammenarbeit mit Parteien wie der NPD und der Deutschen Liga für Volk und Heimat.

Wandschmierereien wegen Rudolf Hess

Zum Tod des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Hess werden in mehreren Stadtteilen Wandschmierereien angebracht.

FAP Aktivitäten im April

  • In der Südstadt werden vermehrt FAP-Aufkleber zu Rudolf Hess verklebt.
  • In der Nähe eines DKP Infostands bedroht ein FAP-Anhänger einen Kommunisten mit einer Pistole.