Tag-Archiv für 'revanchismus'

Rechte Verlage werben bei Schlesiertreffen

Ca. 50.000 Mitglieder der Landsmannschaft Schlesien halten am 30. Juni/01. Juli ihr Deutschlandtreffen auf dem Messegelände ab. Während des Treffens verkündet der Vertriebenenfunktionär Rudi Pawelka (CDU), dass der Zweite Weltkriegen die Möglichkeit geschaffen habe, „das umzusetzen, was man vorhatte“: die Verfolgung der Deutschen. Für ihn hätten die, nach 1945 Vertriebenen, „ die gleiche Würde wie andere NS-Opfer“.
Am Sonntag spricht Ministerpräsident Christian Wulff. Die Landesregierung hatte zuvor verlangt alle rechten Gruppen oder Verlage des Ortes zu verweisen. Trotzdem werden an zahlreichen Büchertischen rechte und revisionistische Bücher angeboten.

VVN-BdA gegen Vertriebenentreffen

In einem Offenen Brief an die Landesregierung und die im Landtag vertretenen Parteien protestiert der Sprecherkreis der VVN-BdA Niedersachsen gegen die Wiedereinführung der Subvention der „Schlesiertreffen“ auf dem Messegelände in Hannover. In einem Zeitungsartikel der HAZ wurde das Verhältnis der Landsmannschaften zur Niedersächsischen Landesregierung als „frei von Spannungen“ und „völlig unverkrampft“ bezeichnet. Das Treffen findet 2003 nicht in Hannover statt.

Ortsgruppe des BdV feiert Geburtstag

In Neustadt feiert die Ortsgruppe des Bundes der Vertriebenen ihr 50 jähriges Bestehen und ist sich nicht zu blöd, die sog. „Vertreibung“ aus den „Ostgebieten“ mit der aktuellen Situation in Südosteuropa zu vergleichen und beides als „ethnische Säuberung“ zu bezeichnen.

JLO-Gründung (3. – 5. Versuch)

Bei einem erneuten Versuch durch Michael Will eine JLO-Gruppe in Hannover zu gründen kommen ganze vier Personen, von denen zwei aus dem Raum Hameln anreisen. Kurze Zeit nach Beginn des Treffens schließt das Café und Will muss die verteilte Propaganda einsammeln.
Nach diesem Fiasko findet noch zwei weitere Treffen statt: eins in der Privatwohnung von Will im Zooviertel und eins in einer Gaststätte im gleichen Stadtteil. Hier nimmt nur noch eine Person teil.

JLO-Gründung (2. Versuch)

Den zweiten Versuch eine JLO-Gruppe in Hannover zu gründen startet der 40-jährige Michael Will in einem Café im Zooviertel. Will war bereits Mitglied der Konservativen Sammlung (KS). In diesem Verein tummeln sich ehemalige Mitglieder der Republikaner, der Gesellschaft für Förderung der psychologischen Menschenkenntnis (GFPM), der CDU bis hin zum Bund Freier Bürger. Hier hatte er Kontakt mit Eberhard Klas, Dieter von Glahn und Gerhard Maerlender.

Veranstaltung zur „Vertreibung der Deutschen“

Da der eigentliche Referent verhindert ist, referiert bei der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU Hans Joachim von Leesen über das Thema „Die größte ethnische Säuberung der Weltgeschichte, die Vertreibung der Deutschen“.

JLO-Gründung (1. Versuch)

Für die Initiierung einer Ortsgruppe der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) in Hannover, lädt einer der drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden der JLO in das Haus deutscher Osten am Königsworther Platz, der Zentrale des Landesverbandes des Bund der Vertriebenen. Es wird die zukünftige Teilnahme an Veranstaltungen der OMV verabredet sowie die mögliche Veranstaltung von „Reichsgründungsfeiern“ überlegt.

Weihnachtsfeier der OMV

Die OMV feiert Weihnachten- und das mit einem Vortrag von Heinz Schön, Überlebender des „Gustloff“-Untergangs und Vielschreiber im (für seine kriegsverherrlichenden und beschönigenden Bücher des Zweiten Weltkriegs) bekannten Motorbuch-Verlag und Veröffentlicher eines Videos in der Reihe „Brennpunkte deutscher Geschichte“, die auch über den Lesen und Schenken Versand des Rechtsextremen Dietmar Munier aus Kiel vertrieben wird.

Vertriebenen Veranstaltung bei Pattensen

Am 10. und 11. Oktober veranstaltet die Landsmannschaft Westpreußen unter ihrem niedersächsischen Landesobmann Egon Seehawer aus Langenhagen ein Seminar mit General Reinhard Uhle-Wettler im Haus Weichselland in Meiensen (bei Pattensen) unter dem Thema „Deutschland im Europa der Vaterländer“.

SWG erneut zu Gast bei der CDU

Die Staats- und wirtschaftspolitische Gesellschaft (SWG) lädt erneut zu einer Veranstaltung in Hannover. Trotz anderslautender Versicherungen der CDU, wird sie wieder in den Räumen der CDU Geschäftsstelle durchgeführt. Als offizieller Veranstalter fungiert die OMV unter ihrem Vorsitzenden Felix Schecke, der gleichzeitig lokaler Koordinator der SWG ist und in Vergangenheit als Schreiber rechter LeserInnenbriefe an die Lokalzeitung auffiel. Referentin ist die CDU-Bundestagsabgeordnete Gertrud Dempwolf, die zu „Vertriebenenfragen“ sprechen soll.