Tag-Archiv für 'republikaner'

Wahlergebnisse in der Region Hannover zur Europawahl

Bei der Europawahl können in der Region Hannover etalierte Parteien der extremen Rechten wie die NPD 0,5 % (1.938) und die Republikaner 0,2 % (764) der Stimmen für sich gewinnen. Weit abgeschlagen und wahltechnisch unbedeutend bleiben die christlich-fundamentalistische Christliche Mitte (CM) mit 206 Stimmen (0,1 %), die rechte Politsekte Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) mit 84 Stimmen (0,0 %) und die rechtspopulistische und rassistische „Bürgerbewegung“ Pro NRW mit 191 Stimmen (0,0 %). Ebenfalls unbedeutend bleiben mit je 0,2 % die PBC (646 Stimmen) und die ödp (794 Stimmen).Die Freien Wähler (FW) kommen mit 1.580 Stimmen auf 0,4 %.

Seelzer Ratsherr kauft Thor Steinar

Thomas Schroer (Mitglied des Stadtrats in Seelze für das Bürgerforum Seelze, Ex-Republikaner) und seine Lebensgefährtin provozieren die TeilnehmerInnen einer Demonstration gegen den Thor Steinar Laden in der List indem sie während der Abschlusskundgebung demonstrativ im Laden einkaufen. Auf Nachfrage der HAZ erklärt er, dass er „vor 80 Jahren auch bei Juden eingekauft“ hätte und setzt damit eine Demonstration gegen Rechts mit dem Nationalsozialismus gleich.

Ex Republikaner bleibt sitzen

Thomas Schroer, Stadtratsmitglied von Seelze für das Bürgerforum Seelze, wertet eine „Gedenkminute für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt“ während einer Sitzung des Gremiums ab, indem er sich dieser verweigert und sitzen bleibt. „[W]eil mir die ganzen Betroffenheitsorgien auf die Nerven gehen“, wie er später erklärt. Schroer ist kein Unbekannter im Seelzer Stadtrat. Bereits 1996 bis 2001 gehörte er dem Rat an. Damals als Mitglied der Republikaner. Auch Harald Scupin vom Bürgerforum war damals bei den REPs und wäre Nachrücker für Schroer gewesen.

Hannoveraner als „Wolf im Schafspelz“

In einer aktuellen Stunde im Rat der Stadt Hannover versucht Ratsherr Gerhard Wruck die Auseinandersetzung über Die Hannoveraner herunter zu spielen. Die Grünen würden seiner Meinung nach versuchen „mit bloßen Verdächtigungen Menschen rechts der Mitte einzuschüchtern“. In der Debatte hatte FDP-Mann Engelke Jens Böning (ehemals Republikaner und WfH, jetzt Die Hannoveraner) vorgeworfen ein „Wolf im Schafspelz“ zu sein, der demaskiert Krokodilstränen um die Todesopfer rechten Terrors weine.

Europawahl 2009

Bei der Europawahl können in der Region Hannover etablierte Parteien der extremen Rechten wie die Republikaner 0,8 % (2.928) und die DVU 0,3 % (1.032) der Stimmen für sich gewinnen. Die NPD war gemäß ihrer Absprache mit der DVU nicht angetreten. Ebenfalls weit abgeschlagen und wahltechnisch unbedeutend bleiben die christlich-fundamentalistischen Christliche Mitte (CM) mit 369 Stimmen (0,1 %) und die Partei Bibeltreuer Christen mit 711 Stimmen (0,2 %). Die rechte Politsekte Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) bekommt 99 Stimmen (0,0 %) und die rechts-ökologische ödp mit 560 Stimmen (0,2 %). Die Freien Wähler (FW) kommen mit 1.066 Stimmen auf 0,3 %.

Sonderparteitag der NPD Niedersachsen in Seelze

Im Landgasthof zum Deutschen Hause in Seelze-Dedensen findet erneut eine Veranstaltung der NPD Niedersachsen statt. Bei dem Sonderparteitag des Landesverbands wird die Landesliste für die kommende Bundestagswahl aufgestellt. Dazu sind 40, auch gewalttätige, Neonazis aus Hannover und ganz Niedersachsen angereist.
Das Treffen wurde konspirativ organisiert. Auch NPD Mitgliedern war der Tagungsort vorher nicht bekannt und wurden zu einem Schleusungspunkt auf der Autobahnraststätte Garbsen gelotst und von hier aus gemeinsam nach Seelze geleitet. Das Vorgehen hat Erfolg und die Polizei trifft erst nach Beendigung des Parteitages ein und kontrolliert anwesende JournalistInnen, die zuvor von den NPD Leuten bedroht wurden.
Der Landgasthof stellte in der Vergangenheit bereits mehrmals seine Räumlichkeiten für Veranstaltungen der NPD aber auch für die Treffen des Stammtisch Nationaler Kräfte (SNK) zur Verfügung.
Nach dem Parteitag verständigen sich alle Parteien im Stadtrat von Seelze darauf eine Resolution gegen Rechtsextremismus zu verabschieden. Lediglich der Abgeordnete des Bürgerforum Seelze und ehemalige Republikaner Harald Scupin kündigt an die Resolution abzulehnen.

Veranstaltung mit Björn Clemens

Bei einer Veranstaltung von Pro Hannover in Langenhagen tritt neben dem Burschenschaftler und Pro Hannover-Mitglied Björn Tute auch Björn Clemens auf. Clemens ist langjähriger Führungskader der Republikaner und Mitglied der Burschenschaft Rheinfranken, Gießen und hatte bereits Auftritte bei Veranstaltungen der NPD. Tute und Clemens schreiben beide Texte für die rechte online-Zeitschrift Freie deutsche Zeitung.

Ehemalige Republikaner gründen Pro Hannover

Die beiden ehemaligen Republikaner Christian Perbandt und Björn Tute (Burschenschaft Germania) gründen im März 2008 den Verein Bürgerbewegung Pro Hannover. Mit dem Ziel 2011 bei den Kommunalwahlen antreten zu wollen, orientiert sie sich an der Politik der rechtspopulistisch und rassistisch agierenden Pro Köln oder der FPÖ in Österreich.
Der selbstständige Landschaftsgärtner Perbandt war lange Zeit Mitglied der CDU, bevor er zu den Republikanern (REP) wechselte. Hier war er Landesvorsitzender in Niedersachsen und Beisitzer im Bundesvorstand der Partei. 2006 trat er für die REP bei der Wahl zum Regionspräsidenten an.
Tute ist durch seine Aktivitäten als REP-Funktionär in Barsinghausen bekannt. Hier arbeitete er u.a. mit Nils Huschke zusammen, der immer wieder durch Übergriffe auf alternative Jugendliche auffiel.

Republikaner treten bei Wahlen an

Die Republikaner beteiligen sich an den verschiedenen Wahlen, die heute in der Region Hannover stattfinden:

  • Jürgen Wirtz tritt als Bürgermeister Kandidat in Garbsen an. Er kann 1,7 % (361) der Stimmen für sich gewinnen.
  • Bei der Wahl zum RegionspräsidentIn kann Christian Perbandt aus Lehrte 1,5 % (5.947) auf sich vereinen.
  • Bei der Wahl zur Regionsversammlung kandidieren in den Bezirken von Hannover: Christian Balzer (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen), Jorg Böttcher (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Dirk Dannenberg (List und Vahrenwald), Sabine Gatzemeier (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Wilfried Hein (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Josef Kauf (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode) und Silke Scheid (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt).
    In der Region sind es Jochen Meridies (Barsinghausen, Kandidat für Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Christian Perbandt (Lehrte, Kandidat für Laatzen, Pattensen und Sehnde), Silvia Perbandt (Lehrte, Kandidatin für Neustadt und Wunstorf), André Sieg (Uetze, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Wilhelm Scholz (Lehrte, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Sigurd Straub (Kandidatin für Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Björn Tute (Barsinghausen, Kandidat für Garbsen und Wedemark), Jürgen Wirtz (Langenhagen, Kandidat für Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen).
    Insgesamt holen sie bei der Wahl 17.953 Stimmen und somit 1,5 %.
  • Bei der Gemeindewahl kandidieren Republikaner in Barsinghausen (Friedrich Völksen), Lehrte (Hans-Jürgen Heller, Detlef Nießen, Christian Perbandt und Wilhelm Scholz) und Uetze (Sabine Gatzemeier, André Sieg und Susanne Sieg). Sie erhalten zwischen 57 (Nießen) und 160 (Scholz) Stimmen und bleiben damit alle bei 0,0 %.

KandidatInnen des BürgerForum

Verschiedene Bekannte aus extrem Rechten und rechtspopulistischen Parteien kandidieren für das BürgerForum und BürgerForum Seelze bei den verschiedenen Wahlvorgängen in der Region Hannover:

Kandidat Dirk Salzmann hat bereits Erfahrungen als Landesvorsitzender der Partei Rechtsstaatliche Offensive (PRO/Schill-Partei) gesammelt. Jens Böning, Thomas Schroer, Harald Scupin und Gerhard Wruck waren bereits bei den Republikanern aktiv. Letzterer kennt auch Otto Wustrack und Jürgen Alenberg aus deren Zeit beim Bund Freier Bürger (BFB).