Tag-Archiv für 'rassismus'

Unbekannter greift Geflüchteten an

Ein etwa 40 Jahre alter Mann schubst am helllichten Tag einen Geflüchteten am Bahnhof in Lehrte durch einen Stoß in die Bahn. Hier greift er dann den 16-Jährigen mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf an. Der Jugendliche erleidet eine Risswunde am Ohr und eine Prellung an der Stirn. Auch ein Mitschüler des Jugendlichen wird angegriffen als er schlichten will.

Verurteilung wegen Hetze im Internet

Vor dem Amtsgericht Hannover wird ein 32 jähriger Mann wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er hatte unter dem Namen „Andy Slim“ in einer Facebookgruppe mit 7100 Mitgliedern rassistische und menschenverachtende Kommentare verfasst. Er beschimpfte Geflüchtete als „Dreck“, der „alles von unseren steuern bekommt“ und wünscht ihnen den Tod auf See. Weiter schreibt er: „Mit Adolf währe das nie passiert.“ Als Antwort auf eine kritische Antwort entgegnet er „Adi hätte es gemacht wie damals mit dem Judenpack und hätte die Kammern und die Öfen wieder an gemacht is doch genug zum Gasen und verbrennen hier her gekommen.“

Er gibt gegenüber dem Richter an mit „nationalistischem Gedankengut“ zu sympathisieren. Er ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern, Körperverletzung, Bedrohung und Schwarzfahrens verurteilt worden.

Rassistischer Angriff mit Hunden in Burgdorf

In Burgdorf wird ein 25-jähriger Geflüchteter vor seiner Unterkunft von zwei Männern angegriffen und wird dabei leicht verletzt: Nach Verlassen der Unterkunft wird der Bewohner von einem der Männer rassistisch angepöbelt und geschlagen. Als der Angegriffene zu Boden geht, nähert sich der zweite Mann mit drei Hunden und hetzt sie auf den Mann am Boden. Durch die Hunde erleidet er eine Bissverletzung an der Hand bevor er sich wieder in die Unterkunft flüchten kann.

AfD Ratsherr distanziert sich von der AfD

Tobias Braune aus Lehrte, AfD Ratsherr in Hannover, empfiehlt kurz vor der Landtagswahl lieber CDU als AfD zu wählen. Die HAZ zitiert ihn von seiner Facebookseite mit Aussagen wie „Unter den Top Zwölf der Kandidaten fallen mir nur drei ein, die ich für lernfähig und zumutbar halte“ und „Die Kandidaten der Landesliste lassen sich von Rassisten unterstützen“.
Zu viele der KandidatInnen würden Positionen vertreten, die er mit einem christlichen Menschenbild nicht vereinbaren könne. Braune weist ebenfalls auf die Unterstützung der AfD SpitzenkandidatInnen durch „rechtsgerichtete Burschenschaften aus Braunschweig und Göttingen“ hin. Gegen das Programm der AfD habe er nichts einzuwenden.
Scheinbar übersteigt der Zusammenhang von Ursache und Wirkung den Horizont des freikirchlichen Ratsherren.

Unterkunft in Langenhagen beschmiert

Am Vormittag werden an einer Unterkunft für Geflüchtete in Langenhagen Farbschmierereien auf einer Fläche von fast sechs Quadratmetern festgestellt. Diese wurden nach Mittwoch Nachmittag (28.12.16, 16 Uhr) angebracht. Die Polizei geht von einem rechten Hintergrund aus und ermittelt wegen der Verwendung Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (nach § 86a StGB).
Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall im Bereich „Gegen Asylunterkünfte“ ein. Die Polizei stuft ihn als PMK rechts (PMK = Politisch motivierte Kriminalität) ein.

Rassistisches Flugblatt im Dienste der Wissenschaft

Im Rahmen einer Studie des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTH) werden im Dezember 2016 Briefe an 1300 Menschen verschickt, um zu untersuchen, wie sie auf Flugblätter mit rassistischen Inhalten reagieren. Neben einem Anschreiben und einem Fragebogen gehört dazu auch das rassistische Flugblatt einer fiktiven Bürgerinitiative. In diesem Flugblatt werden bekannte Parolen gegen Geflüchtetenunterkünfte aufgegriffen. So behauptet es, das „Asylunterkünfte“ zu einer „Vermüllung der Umgebung“ und zu einer „Verknappung des Wohnraums für Deutsche“ führen würden. Zuletzt wird auf die Internetseite einer tatsächlich existierenden Nazigruppe verwiesen. Die Inhalte des Flugblatts sind der Broschüre der Nazipartei III. Weg entnommen.
Sowohl die Antidiskriminierungsstelle der Stadt als auch die Ethikkommission der Hochschule befassen sich mit der Studie. Die Amadeu-Antonio-Stiftung kritisiert das Vorgehen und wirft der HMTH unter anderem die unverantwortliche Verbreitung rassistischer Propaganda vor.

Der verantwortliche Wissenschaftler Christoph Klimmt bestätigt die Grundlage der Vorwürfe, verweist aber, dass er keine „Aufrufe zu Gewalt und Gesetzesverstößen“ aus der Nazibroschüre übernommen hätte. Der Verweis auf die reale Internetadresse sei aus „Gründen der Authentizität“ abgedruckt worden.

Rassistische Parolen in Wunstorf

Neonazis in Nienburg organisieren einen Aufmarsch mit 50 TeilnehmerInnen. Diese kommen aus Hildesheim, Weser-Ems, Braunschweig, Verden und aus Hannover. Auf der Rückreise führen die Neonazis eine Kundgebung vor dem linken Zentrum Wohnwelt in Wunstorf durch und rufen rassistische Parolen.

Waffenbestellung aus Hannover

Von einer Adresse in Hannover wird ein Schreckschuss Revolver für 399 € bei der zwielichtigen und rassistischen Waffenverkaufsseite Migrantenschreck bestellt.

Waffenbestellung aus Langenhagen

Von einer Adresse in Langenhagen wird ein Schreckschuss Revolver für 399 € bei der zwielichtigen und rassistischen Waffenverkaufsseite Migrantenschreck bestellt.

Angriff auf Wohnhaus in Wunstorf

Um 3 Uhr morgens werden in Wunstorf-Kolenfeld die Scheiben einer Wohnung, in der Geflüchtete wohnen, durch eine Böllerexplosion zerstört. Die Polizei ermittelt wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion (nach § 308 StGB). Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall im Bereich „Gegen Asylunterkünfte“ ein. Die Polizei stuft ihn als PMK rechts (PMK = Politisch motivierte Kriminalität) ein.