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Neonazi zu Gefängnisstrafe verurteilt

Patrick Illmer (35 Jahre), Gründungsmitglied er faschistischen Aktionsgruppe Hannover, wird vor Gericht zu fünf Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Er hatte im August 2016 eine Obdachlose angegriffen und über Twitter das Bild eines Paares unterm Regenschirm mit Hakenkreuz und dem Rutenbündel der italienischen Faschisten verbreitet.

Neonazi verprügelt Obdachlose

Im August 2016, nahe des Friederikenstifts beschimpft eine Obdachlose sich selbst, weil sie mit ihrem Alkoholgehalt nicht mehr in einer Notunterkunft aufgenommen wurde. Nahe des Friederikenstift beschimpft eine Obdachlose sich selbst, weil sie mit ihrem Alkoholgehalt nicht mehr in einer Notunterkunft aufgenommen wurde. Der betrunkene Patrick Illmer und seine Freundin Laura Braun, beide Gründungsmitglieder der Kameradschaft Aktionsgruppe Hannover, sind in der Nähe unterwegs und hören die Beschimpfungen. Illmer bezieht diese auf seine Begleitung und tritt unter Geschrei mehrmals auf die Obdachlose ein.
Pflegerinnen und, zufälig anwesende, Polizisten kommen ihr zu Hilfe.

Neue Kameradschaft gründet sich in Hannover

Die neugegründete Kameradschaft Aktionsgruppe Hannover (AGH) tritt im September 2015 zum ersten Mal mit einem Gruppenfoto in die Öffentlichkeit. Das Foto zeigt unter anderem Patrick Illmer und Laura Braun beim Posieren. Der Kreis der Gründungsmitglieder hatte sich vorher immer wieder bei den regelmäßigen Veranstaltungen von PEGIDA Hannover in der Innenstadt getroffen.

Teilnahme bei PEGIDA in Braunschweig

U.a. Patrick Illmer (NPD Hannover) beteiligt sich am Aufmarsch des lokalen PEGIDA Ablegers, BRAGIDA, in Braunschweig.

Angriff auf Schwarzen in der Innenstadt

Im Februar 2015 beleidigt Patrick Illmer in der Innenstadt einen schwarzen Menschen. Danach schlägt er ihm ins Gesicht und versetzt ihm einen Tritt. Illmer gehörte mindestens zum Umfeld der Gruppe Besseres Hannover und war an Aktivitäten der NPD Hannover beteiligt.

Neonazis laufen bei Aufmarsch in Hildesheim mit

In Hildesheim beteiligen sich u.a. Linda Krellmann, Ronny Damerow, Uwe Ahlers und Patrick Illmer aus Hannover an einer Kundgebung der Partei Die Rechte Hildesheim unter dem Motto „Vergesst niemals Dresden 1945″ in Hildesheim. Unter den 35 TeilnehmerInnen sind Parteimitglieder aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Mitglieder der JN aus Braunschweig und weitere Neonazis aus dem Nordharz.

HAGIDA Aufmarsch gestoppt

In Hannover will der lokale Ableger der Patriotischen Europäer gegen die Islaminisierung des Abendlands (PEGIDA) marschieren. Unter dem Namen HAGIDA haben sich ca. 150 Menschen auf dem Steintor versammelt, darunter viele Bekannte aus rechten und extrem rechten Gruppen. Mit dabei sind u.a.: Christina Krieger und Patrick Illmer (NPD Hannover), Maximilian Elbin (Identitäre Hannover) sowie Siegfried Schmitz (Partei Die Freiheit, Die Hannoveraner, German Defense League) und der angetrunkene Kevin Schuhmann (ebenfalls Die Hannoveraner, German Defense League), der versucht GegendemonstrantInnen zu provozieren indem er ein Transparent bekritzelt. Auch Kurt Fischer (CDU-Ratsherr) ist anwesend. Er hatte mit seiner angekündigten Teilnahme für Furore gesorgt: „Ich bin nur hier, weil ich mich informieren will. Es ist die erste Demonstration meines Lebens. Ich bin nur hier, weil alle dagegen sind.“
Die HAGIDA AnhängerInnen zeigen Schilder von Pro Deutschland und selbstgestaltete mit Parolen wie „GEZ abschaffen!“ und „IHK abschaffen!“. Anmelder ist Olaf Schulz, der als Anhänger der Identitären Bewegung gilt und Verbindungen zur AfD hat.
Der geplante Marsch zum Opernplatz muss schließlich ausfallen, da 2.500 GegendemonstrantInnen den Marsch blockieren. Weitere 19.000 nehmen an einer Kundgebung gegen Rechts auf dem Georgsplatz teil. Die Rede von Friedemann Grabs aus Garbsen (früher: Partei Bibeltreuer Christen, heute: Abgeordneter der Regionsversammlung für Die Hannoveraner) geht in einer Mischung aus Pfeifkonzert und antirassistischen Parolen unter. Anette Schultner aus Hameln, die stellvertretende Landesvorsitzende der AfD, hatte ihren angekündigten Redebeitrag im Vorfeld abgesagt.
Die anwesenden 60 Neonazis (überwiegend frühere Mitglieder und SympathisantInnen der Gruppe Besseres Hannover, auch aus Schaumburg und Celle) und rechten Hooligans aus der 96 Fanszene) sind teils angetrunken und teils vermummt. Aus ihren Reihen werden Glasflaschen auf Polizei und JournalistInnen geworfen und der Hitlergruß gezeigt. Auch der als Wortführer agierende Ronny Damerow (früher Gruppe Besseres Hannover) geht mit einem Regenschirm auf einen Fotografen los. Zwei Neonazis gelingt es durch die Polizeiketten zu gelangen und direkt PressevertreterInnen anzugreifen und deren Ausrüstung zu beschädigen. Die anschließende Festnahme wird von weiteren Neonazis erschwert. Die Polizei verwarnt JournalistInnen nicht „zu provozieren“.
Nach Abbruch der Versammlung eskortiert die Polizei Neonazis in den Hauptbahnhof und zu den Gleisen. Hier werden von ihnen MigrantInnen angepöbelt.
Insgesamt werden vier HAGIDA AnhängerInnen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, versuchte Gefangenenbefreiung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen festgenommen.

Kein Aufmarsch für HoGeSa in Hannover

Nachdem es den Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) gelungen war eine große Mobilisierung nach Köln zu organisieren, ist Hannover ihr nächstes Ziel. Durch den Druck eines antifaschistischen Bündnis bekommen sie nur eine stationäre Kundgebung auf dem ZOB genehmigt. Außerdem wird den Hooligans der Alkoholkonsum untersagt und der Auftritt von der Rechtsrockband Kategorie C verboten.
Aus der Naziszene von Hannover beteiligen sich u.a. Patrick Illmer, der als Teilnehmer von NPD Aktionen bekannt ist und sich mit einem „Hoolizei – Anti Sharia Team“-T-Shirt in Pose setzt, Ronny Damerow (gut vernetzter Aktivist der Freien Kameradschaften), Uwe Ahlers (Gründungsmitglied der WWT Hannover) und Linda Krellmann. Auch Siegfried Schmitz und Kevin Schuhmann (beide German Defense League und Die Hannoveraner) beteiligen sich an der Kundgebung bei der neben Deutschlandfahnen auch die Symbole der Freien Kameradschaften gezeigt werden. Auch UnterstützerInnen des rechtspopulistischen und rassistischen Internetportals pi-news sind mit Bannern vor Ort.
Bei der Rückfahrt aus Hannover kommt es in Friedberg (Hessen) zu Angriffen durch Hooligans auf MigrantInnen.