Tag-Archiv für 'oststadt'

Hakenkreuze in Mittelfeld, Sahlkamp und Oststadt entdeckt

In Mittelfeld wird im Letterhausweg ein auf den Fußweg geschmiertes Hakenkreuz gefunden. Die Polizei ermittelt. Auch im Sahlkamp werden Hakenkreuze auf Müllcontainern entdeckt, die aber spiegelverkehrt gesprüht und es sich damit formell um hinduistische Glücksbringersymbole handelt. Diese Symbole waren bereits seit Monaten auf den Containern vorhanden, ohne, dass sich daran jemand gestört hätte.
Um den Vahrenwalder Platz werden gegen Abend ebenfalls Hakenkreuze an mehreren Hauswänden gefunden. Die Polizei nimmt am Vahrenwalder Platz die Personalien von vier Männern (20, zweimal 31 und 47 Jahre alt) auf und leitet Strafverfahren gegen sie ein. Drei von ihnen sind als Angehörige der rechten Szene bekannt. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Taten gibt, ist nicht klar.

Erst rassistisch pöbeln, dann angreifen

Am Nachmittag provozieren drei 32 Jahre alte Männer im Refugeecamp am Weißekreuzplatz in der List indem sie ein Transparent zerreißen. Als sie das Camp verlassen skandieren sie rassistische Parolen. Die gerufene Polizei erteilt ihnen ein Platzverweis.
Am Abend beschimpft einer von ihnen in Begleitung eines weiteren Mannes (40 Jahre) in der Bahnhofsstraße eine 18-Jährige Jugendliche mit Migrationshintergrund. Als ein Passant der Jugendlichen zur Hilfe kommt, entwickelt sich ein Handgemenge. Der 40-Jährige Angreifer schlägt der jungen Frau ins Gesicht und verletzt sie leicht.
Die Polizei nimmt die beiden Angreifer in vorübergehendes Gewahrsam.

Hooliganangriff in der Oststadt

Auf der Lister Meile (Oststadt) greifen am Abend ca. 15 Hooligans der Gruppe Vulture Hannover 13 (VH 13) Linke an, die auf dem Weg zum Flüchtlingscamp auf dem Weißekreuzplatz sind. Während der ersten Auseinandersetzung wird eine junge Frau angegriffen. Dabei schlagen die Angreifer mit einem Werbeschild auf den Kopf der am Boden Liegenden ein. Sie kann schließlich mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Im Anschluss entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die sich über Stunden hinzieht. Die Hooligans können u.a. mit Flaschenwürfen Linke angreifen. Diese befürchten einen Angriff der Hooligans auf das nahegelegene Camp der Flüchtlinge. Polizeieinheiten sind vor Ort und nehmen die Personalien der VH13-Hooligans auf, unternehmen jedoch keine weiteren Schritte. Zwischen 0 und 1 Uhr ziehen sich die Polizeieinheiten komplett aus dem Bereich um den Pavillon zurück. Erst engagierte GewerkschafterInnen können erreichen, dass wieder mehr Polizei vor Ort ist. Schließlich werden mehrere Hooligans von der Polizei festgenommen. Die Polizei stellt im Nachhinein die Vorfälle als eine „Auseinandersetzungen rivalisierender Ultra Gruppierungen“ dar, muss aber eingestehen, dass „Ultras aus Braunschweig … nicht mehr angetroffen“ wurden.

Die Gruppe VH13 gilt innerhalb der Fanszene von Hannover 96 als rechtsoffen. Teilweise rekrutiert sich die Gruppe aus ehemaligen Mitgliedern der Nazihooligangruppe Royal Riot Hannover.

KandidatInnen des Bürgerforums zur Regionsversammlung

Bei der Wahl zur Regionsversammlung stellt das Bürgerforum KandidatInnen allen Wahlkreisen der Region. Am Ende können sie mit 13.772 Stimmen 1,1 % für sich gewinnen.
Die KandidatInnen in den Wahlbezirken von Hannover sind: Carsten Bärwalde (List und Vahrenwald), Jutta Bärwalde (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Klaus Gedeik (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Erika Neuhaus (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt), Christine Herzog, Steffen Kiepe, Dennis Pieper und Jörg Thomas Röhrig (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Thomas Rehwald (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen) und Michael Sennholz (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode).
In der Region treten an: Gerd Bader, Ulrich Gürtler, Karl-Heinz Oppermann, Matthias Schröder und Dennis Weißberg (Burgdorf, Lehrte und Uetze), Andreas Bienstein (Garbsen und Wedemark), Niels Dechant, Dr. Günter Harder, Veikko Harder, Torsten Jung und Barbara Wojtczak (Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Werner Fischer und Rene Everhartz (Laatzen, Pattensen und Sehnde), Nicole Everhartz (Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen), Karin Heuer, Britta Kostka, Thomas Schroer und Harald Scupin (Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Dietmar Fienemann, Alexander Justus, Heino Lohmann, Thomas Lunitz, Natascha Nölting, Dirk Salzmann und Gerd Schale (Neustadt und Wunstorf).

Naziaufkleber bei Verfolgtenorganisation

Es werden gezielt Neonazi Aufkleber aus dem Raum Celle (von der Bürgerinitiative zur Schließung des „Bunten Haus e.V.“ und von der Neonazi Homepage gloria-victoria) an die Tür des Büros der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) in der Oststadt geklebt. Inhaltlich verantwortlich für beide Motive ist der bekannte Neonazi Christian Worch aus Hamburg.

Republikaner treten bei Wahlen an

Die Republikaner beteiligen sich an den verschiedenen Wahlen, die heute in der Region Hannover stattfinden:

  • Jürgen Wirtz tritt als Bürgermeister Kandidat in Garbsen an. Er kann 1,7 % (361) der Stimmen für sich gewinnen.
  • Bei der Wahl zum RegionspräsidentIn kann Christian Perbandt aus Lehrte 1,5 % (5.947) auf sich vereinen.
  • Bei der Wahl zur Regionsversammlung kandidieren in den Bezirken von Hannover: Christian Balzer (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen), Jorg Böttcher (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Dirk Dannenberg (List und Vahrenwald), Sabine Gatzemeier (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Wilfried Hein (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Josef Kauf (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode) und Silke Scheid (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt).
    In der Region sind es Jochen Meridies (Barsinghausen, Kandidat für Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Christian Perbandt (Lehrte, Kandidat für Laatzen, Pattensen und Sehnde), Silvia Perbandt (Lehrte, Kandidatin für Neustadt und Wunstorf), André Sieg (Uetze, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Wilhelm Scholz (Lehrte, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Sigurd Straub (Kandidatin für Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Björn Tute (Barsinghausen, Kandidat für Garbsen und Wedemark), Jürgen Wirtz (Langenhagen, Kandidat für Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen).
    Insgesamt holen sie bei der Wahl 17.953 Stimmen und somit 1,5 %.
  • Bei der Gemeindewahl kandidieren Republikaner in Barsinghausen (Friedrich Völksen), Lehrte (Hans-Jürgen Heller, Detlef Nießen, Christian Perbandt und Wilhelm Scholz) und Uetze (Sabine Gatzemeier, André Sieg und Susanne Sieg). Sie erhalten zwischen 57 (Nießen) und 160 (Scholz) Stimmen und bleiben damit alle bei 0,0 %.

KandidatInnen des BürgerForum

Verschiedene Bekannte aus extrem Rechten und rechtspopulistischen Parteien kandidieren für das BürgerForum und BürgerForum Seelze bei den verschiedenen Wahlvorgängen in der Region Hannover:

Kandidat Dirk Salzmann hat bereits Erfahrungen als Landesvorsitzender der Partei Rechtsstaatliche Offensive (PRO/Schill-Partei) gesammelt. Jens Böning, Thomas Schroer, Harald Scupin und Gerhard Wruck waren bereits bei den Republikanern aktiv. Letzterer kennt auch Otto Wustrack und Jürgen Alenberg aus deren Zeit beim Bund Freier Bürger (BFB).

Rechte bei Denkmal Einweihung

Unter dem Abgesang von revanchistischen und Kriegsliedern wie zum Beispiel „Ich hatte einen Kameraden“ oder der dritten Strophe des „Deutschlandliedes“ finden sich mehr als 50 Personen zur Einweihung des revanchistischen „Mahnmals für die Opfer von Mauer und Stacheldraht“ am Weißekreuzplatz ein. Organisiert wurde die Aktion aus den Reihen des rechten Tempelherrenritterordens, der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU (OMV), einer Bürgeraktion Mahnmal sowie vom Ratsherren der Republikaner Gerhard Wruck. Auf der Kundgebung wird zu einem „natürlichen Nationalbewußtsein“ aufgerufen. Die Veranstaltung wird von der Polizei geschützt.

Sprengstofffund bei FAP-Neonazi

Mitte Januar findet die Polizei bei einer Hausdurchsuchung in der Seydlitzstraße (Oststadt) bei einem Mitglied der FAP u.a. Sprengstoff gefunden.

Mord an Roger Bornemann

Gegen Mitternacht, in der Nacht auf den 03. Februar, wird der Schüler Roger Bornemann von vier Gleichaltrigen (alle Mitglieder bzw. Sympathisanten der FAP) in der Eilenriede (Oststadt) zu Tode geprügelt. Bereits auf dem Weg gibt der 17-Jährige Tom Kuss die Order aus: „Jetzt machen wir ihn richtig alle.“ Nachdem sie ihn erst zu Boden getreten hatten und mit Springerstiefeln auf seinen Kopf gesprungen waren sprühen sie zwei Dosen CS Gas in sein Gesicht. Kuss lässt sich dann eine schwere Holzlatte geben mit der er noch zehnmal auf den Kopf des Opfers einschlägt: „Du Schwein, bist du immer noch nicht tot?“
Bei dem Mord handelt es sich um eine Racheaktion. Sowohl das Opfer als auch die Mörder um Tom Kuss waren ehemalige Mitglieder der Wehrsportgruppe EK 1. Die Gruppe hatte u.a. ein Waffengeschäft überfallen und war von der Polizei gefasst worden. Einige von ihnen, darunter auch das Opfer hatten umfangreiche Aussagen gemacht. Dies geschah vier Tage vor dem Mord.