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Verein Deutsche Sprache an der Uni

Wieder einmal in den Räumen der Uni darf sich ein obskurer Verein treffen. Der Verein zur Wahrung der deutschen Sprache, der sich jetzt in Verein Deutsche Sprache (VDS) umbenannt hat, führt einen rührigen Kampf gegen „Sprachpanscherei“. Er sieht das christliche Abendland durch die Benutzung englischer Ausdrücke bedroht. Der Vereinsvorsitzende Walter Krämer aus Steinhude sieht das kulturelle Erbe der Deutschen durch das „pseudokosmopolitische Imponiergefasel der Halbgebildeten“ ernsthaft in Gefahr gebracht. Krämer trägt in seiner Freizeit übrigens gerne T-Hemden und blaugefärbte Baumwollhosen.

Menschen, die sich den mit den Zielen des Vereins nicht so ganz anfreunden können, wird in der letzten Ausgabe der Vereinszeitung Sprach-Nachrichten deutlich gemacht, dass diese an einem „…völlig gestörte(n) Verhältnis zur eigenen Nation, Kultur, Literatur und Sprache…“ leiden. Verständlich, dass sich Besucher wie beispielsweise Michael Will bei dieser Veranstaltung wohl fühlten.

JLO-Gründung (3. – 5. Versuch)

Bei einem erneuten Versuch durch Michael Will eine JLO-Gruppe in Hannover zu gründen kommen ganze vier Personen, von denen zwei aus dem Raum Hameln anreisen. Kurze Zeit nach Beginn des Treffens schließt das Café und Will muss die verteilte Propaganda einsammeln.
Nach diesem Fiasko findet noch zwei weitere Treffen statt: eins in der Privatwohnung von Will im Zooviertel und eins in einer Gaststätte im gleichen Stadtteil. Hier nimmt nur noch eine Person teil.

JLO-Gründung (2. Versuch)

Den zweiten Versuch eine JLO-Gruppe in Hannover zu gründen startet der 40-jährige Michael Will in einem Café im Zooviertel. Will war bereits Mitglied der Konservativen Sammlung (KS). In diesem Verein tummeln sich ehemalige Mitglieder der Republikaner, der Gesellschaft für Förderung der psychologischen Menschenkenntnis (GFPM), der CDU bis hin zum Bund Freier Bürger. Hier hatte er Kontakt mit Eberhard Klas, Dieter von Glahn und Gerhard Maerlender.

Rechte gegen Platzumbenennung

Anfang 1999 überlegt der Bezirksrat Mitte den Emmichplatz in Hannah-Arendt-Platz umzubennen. KritikerInnen dieses Vorhabens sind u.a. Michael Will und Klaus Otto Bönecker, die sich noch aus der Konservativen Sammlung (KS) kennen und nicht am Emmichplatz wohnen, was Will aber nicht abhält eine nicht ganz erfolglose Unterschriftenaktion gegen die Umbenennung zu starten.