Tag-Archiv für 'laatzen'

Hakenkreuze auf jüdischem Friedhof in Laatzen

BesucherInnen entdecken auf dem jüdischen Friedhof in Laatzen-Gleidingen drei Grabsteine, die mit Hakenkreuzen beschmiert sind. Die Polizei leitet ein Verfahren der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung ein.

Rassistische Hetze gegen die Unterbringung von Geflüchteten

In den vergangenen Wochen hetzen Naziparteien in der Region gegen die Unterbringung von Geflüchteten:

  • In Laatzen-Ingeln-Oesselse werden im Vorfeld einer Bürgerversammlung zu der geplanten Unterbringung von Geflüchteten Flugblätter der NPD in Briefkästen verteilt.
  • In Wettbergen werden immer wieder Flugblätter in Briefkästen und an Windschutzscheiben verteilt für die Die Rechte Hildesheim verantwortlich ist. In der Presse wird zusätzlich berichtet, dass Mitglieder der AfD „in Wettbergen nachweislich aktiv“ seien.

Laatzener im Bundesvorstand von Pro Deutschland

Die rassistische „Bürgerbewegung“ Pro Deutschland hält in Hildesheim ihre Bundesversammlung ab. Bei der Wahl des Bundesvorstand wird auch Dieter Mutke aus Laatzen in das Gremium gewählt.

Kundgebungen von Pro Deutschland in Hannover

Im Rahmen ihrer bundesweiten Wahlkampftour macht die rassistische Partei und selbsternannte „Bürgerbewegung“ Pro Deutschland auch in Hannover halt. Bei insgesamt fünf Kundgebungen (in der List, auf dem Kröpcke, dem Lindener Marktplatz, vor dem Faust Gelände und in der Kornstraße). Die sieben Mitglieder der Partei (darunter der Fahrer Dieter Mutke aus Laatzen) erreichen mit ihren Kundgebungen nur ca. fünf mutmaßliche Mitglieder der German Defence League Hannover um Siegfried Schmitz (am Kröpcke und in der Nordstadt). Alle weiteren Menschen, die sich bei den Kundgebungen einfinden beteiligen sich an Gegenprotesten.

Hintergrund:
Pro Deutschland ist das Ebenbild der extrem rechten Partei Pro NRW auf Bundesebene. Obwohl formell unabhängig voneinander, weisen beide Gruppierungen deutliche personelle Schnittstellen auf und unterscheiden sich inhaltlich nur marginal voneinander. Hauptfeind beider Parteien ist eine multikulturelle Gesellschaft, insbesondere Muslime und Roma. Im Kampf für ihr “Abendland” ist ihnen jede widerwärtige Diffamierung, Provokation und Hetze recht. Wie auch bei Pro NRW waren einige FunktionärInnen von Pro Deutschland bereits Mitglieder von Parteien und Gruppen der extremen Rechten. So z.B. der Parteivorsitzende Manfred Rouhs (Schatzmeister von Pro Köln als auch ehemaliger Kandidat von DLVH und NPD) und der Bundesgeschäftsführer Lars Seidensticker (ehemaliges Mitglied der DVU).

Rechtes Bundestreffen in Laatzen

Vom 13. bis 16. Oktober findet das 57. Bundestreffen der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger e.V. (OdR) in der Region Hannover statt. Die Veranstaltung war ursprünglich in Barsinghausen geplant wurde dann aber nach Laatzen verlegt.
Hier treffen sich hoch dekorierte Wehrmachtssoldaten und ihre Angehörigen in einem Tagungshotel, um ein rechtes Geschichtsbild zu pflegen. Nach außen will der Verein und seine Mitglieder mit Politik nichts zu tun haben wollen. Ein Blick in die Publikationen des Vereins beweisen das Gegenteil: Hier beklagt Vorsitzender Günter Halm die „Hassreden auf die Vergangenheit“ und das Blatt behauptet „das deutsche Wehrmachtsangehörige“ an keinen „Kriegsverbrechen beteiligt waren“. In typisch rechter Manier hetzt das Blatt: „die Deutschen werden bis heute zur ‚Schuldverinnerlichung‘ täglich ‚berieselt‘ […] Die herrschende Klasse sichert ihr Macht durch die ‚Politische Korrektheit‘. Inquisitorisch führt sie den ‚Kampf gegen Rechts‘“ (Ausgabe 2/2011). In Ausgabe 4/2010 wird behauptet, dass „[d]ie schmähliche Behandlung der ehemaligen Soldaten der Waffen-SS nach dem Krieg […] weder vom moralischen noch vom juristischen Gesichtspunkt zu rechtfertigen“ sei. Dieser Ausgabe lag gleich ein kostenloses Exemplar von Der Freiwillige – die Zeitschrift der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG).

Als Festredner konnte laut Mitteilungsblatt der OdR Reinhard Uhle-Wettler gewonnen werden. Laut Kommentar des Vorsitzenden sei er den Mitgliedern noch „in guter Erinnerung“. Uhle-Wettler referiert an diesem Wochenende zum Thema „Armee im Fegefeuer“. Der Brigadegeneral a.D. referierte bei der extrem rechten Kulturvereinigung Gesellschaft für freie Publizistik und publizierte eine Festschrift für den Holocaustleugner David Irving. Darüber hinaus beklagte Uhle-Wettler die Geschichtsschreibung durch die Siegermächte und das Fehlen einer „amtlichen Dokumentation über den Massenmord an den Juden“. In Hannover ist Uhle-Wettler durch seine Auftritte bei der OMV und der DLVH bekannt.

Hintergrund:
Beim „Ritterkreuz des Eiserner Kreuzes“ handelt es sich um einen von Adolf Hitler eingeführten Orden. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser über 8.000 mal an Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörige verliehen.

KandidatInnen des Bürgerforums zur Regionsversammlung

Bei der Wahl zur Regionsversammlung stellt das Bürgerforum KandidatInnen allen Wahlkreisen der Region. Am Ende können sie mit 13.772 Stimmen 1,1 % für sich gewinnen.
Die KandidatInnen in den Wahlbezirken von Hannover sind: Carsten Bärwalde (List und Vahrenwald), Jutta Bärwalde (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Klaus Gedeik (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Erika Neuhaus (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt), Christine Herzog, Steffen Kiepe, Dennis Pieper und Jörg Thomas Röhrig (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Thomas Rehwald (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen) und Michael Sennholz (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode).
In der Region treten an: Gerd Bader, Ulrich Gürtler, Karl-Heinz Oppermann, Matthias Schröder und Dennis Weißberg (Burgdorf, Lehrte und Uetze), Andreas Bienstein (Garbsen und Wedemark), Niels Dechant, Dr. Günter Harder, Veikko Harder, Torsten Jung und Barbara Wojtczak (Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Werner Fischer und Rene Everhartz (Laatzen, Pattensen und Sehnde), Nicole Everhartz (Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen), Karin Heuer, Britta Kostka, Thomas Schroer und Harald Scupin (Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Dietmar Fienemann, Alexander Justus, Heino Lohmann, Thomas Lunitz, Natascha Nölting, Dirk Salzmann und Gerd Schale (Neustadt und Wunstorf).

Hakenkreuze und SS Sprühereien in Laatzen

In Laatzen besprühen drei Männer eine Werbetafel mit einem Hakenkreuz und der Buchstabenkombination „SS“.

Hausverbot für NPD in Laatzen

Auf der Homepage der NPD Hannover wird für eine Saalveranstaltung in Laatzen geworben. Die Adresse des Veranstaltungsortes befindet sich in der Nachbarschaft der St.-Marien-Kirche, in der am gleichen Datum der NS-Bücherverbrennung von 1933 gedacht werden soll. Die Ankündigung der NPD kann als Provokation gesehen werden, da unter der angegebenen Adresse ein Wohnhaus, und keine Kneipe o.ä. zu finden ist. Der Pastor der Kirche erteilt allen Personen, die „der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind“, ein präventives Hausverbot.

Geschäftsmann fotografiert Ratssitzung

In den Räumen der Albert-Einstein-Schule in Laatzen überprüft die Polizei die Personalien eines Mannes, der im Verdacht steht Fotos von der hier stattfindenden Ratssitzung angefertigt zu haben. Der Mann hatte sich mit Perücke und einer auffälligen Brille verkleidet unter die ZuschauerInnen der Sitzung gemischt.
Bei diesem Mann aus Laatzen handelt es sich um den Inhaber der Fahrschule Matz, der bereits mehrfach in Zusammenhang mit Aktionen von Neonazis aufgefallen war. In den Räumen der Fahrschule sollen sich mehrfach Mitglieder der rechten Szene getroffen haben.
Nachdem immer wieder Berichte und Fotos mit eindeutiger Kommentierungen von den Ratssitzungen der Stadt Laatzen auf der Homepage der NPD Hannover aufgetaucht waren, wendet sich die Stadt an die Polizei.

NPD versucht Bahnhof in Laatzen zu kaufen

Ein NPD-Mitglied versucht ein altes Bahnhofshaus in Laatzen-Rethen zu kaufen, um ein „Musikzentrum mit Proberäumen“ einzurichten. Während ein Sprecher der NPD Hannover verlauten lässt: „Wir hatten letzte Woche einen Termin mit der Maklerin, es ist alles durch.“ bezeichnet die Maklerin diese Aussage als „völligen Humbug“. Der Eigentümer des Gebäudes hat keineswegs vor, das Gebäude an die NPD zu verkaufen.