Tag-Archiv für 'hausdurchsuchung'

Hausdurchsuchungen in Pattensen

Die Polizei durchsucht in Pattensen zwei Wohnungen, die von Patrick Kruse genutzt werden. Kruse ist einer der führenden Köpfe der verbotenen Gruppe Besseres Hannover und versucht sich unter dem Namen Jugendgedanken als Liedermacher.
Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen der Anschläge auf Parteibüros, einen Döner-Imbiss sowie eine Gedenktafel in Pattensen zwischen Oktober und Dezember 2013. Hier waren teilweise Scheiben beschädigt oder Farbanschläge verübt worden. Bei der Durchsung wurde unter anderem eine Stahlschleuder, eine Softairwaffe samt Munition sowie mehrere Glaskugeln sicher gestellt. Die Polizei prüft auch die Beteiligung an ähnlichen Anschlägen im Stadtgebiet von Hannover.
Gegen Kruse läuft zur Zeit auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Razzien nach Verbot von Besseres Hannover

Die Gruppe Besseres Hannover wird durch den niedersächsischen Innenminister verboten. In diesem Zusammenhang werden 27 Hausdurchsuchungen in Niedersachsen durchgeführt: 21 in der Region Hannover, sechs weitere u.a. in Hildesheim, Hohenhameln, Verden und Schaumburg. Bei der Durchsuchung wird ein Spezialeinsatzkommando der Polizei eingesetzt, weil einer der Verdächtigen im Besitz einer scharfen Schusswaffe war.
Im Rahmen der Razzien wird die Verbotsverfügung den vier Führungspersonen der Gruppe zugestellt. Bei diesen handelt es sich um um den ehemaligen NPD Hannover Vorsitzenden Marc-Oliver Matuszewski (Claudiusstraße, Wülfel), Benjamin Krüger (Nordstadt, ehemals Celle), Denny Subke (Verden, ehemals Hannover) sowie eine Person aus Niedernwöhren (Landkreis Schaumburg).
Bei den Durchsuchungen werden neben Computern, Zubehör und Handys auch eine Handgranate, eine Machete sowie Hieb- und Stichwaffen, eine Hakenkreuzfahne und jede Menge Propagandamaterial, darunter auch NPD Material sichergestellt.
Insgesamt wird gegen 22 Neonazis wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB) in diesem Zusammenhang ermittelt. Insgesamt rechnen die Behörden der Gruppe 40 Neonazis zu. 35 von ihnen sind auch außerhalb ihrer Aktivitäten für die Gruppe in die Naziszene eingebunden.
Die Ermittlungen bestätigen ebenfalls, dass es zwischen dem NSU Unterstützer Holger Gerlach und der Führungsriege der Gruppe Kontakt gegeben hat.

Das Verbot verbietet eine Weiterbetätigung der Gruppe einschließlich Auftritten des Abschiebären, die Verteilung der Publikationen Bock und Anschlag. Die Vermögen aus der Gruppenkasse wird beschlagnahmt und auch die Fortführung durch Ersatzvereine ist verboten.

Razzia in Ricklingen

In der Höpfnerstraße (Ricklingen) wird die Wohnung eines 40-Jährigen und dessen 35 Jahre alter Lebensgefährtin von der Polizei durchsucht. Die Durchsuchung ist Teil einer Polizeiaktion gegen 17 TeilnehmerInnen, die maskiert an einem Fackelmarsches in Harburg im Dezember 2011. Bei der Marsch in Harburg wurden Transparente mitgeführt und rechte Parolen gerufen.
Bei den Razzien werden u.a. weiße Masken, Baseballschläger, eine Axt, Schreckschuss- und Gaswaffen, Sprengstoffsubstanzen sowie diverse Rechtsrock-CDs und eine Fahne mit dem SS-Wahlspruch „Meine Ehre heißt Treue“ samt Totenkopf und Hakenkreuz sichergestellt. Der Großteil der betroffenen Personen wird dem Zusammenhang Weisse Wölfe Terrorcrew zugerechnet. In Hannover werden weiße Plastikmasken sowie umfangreiches Propagandamaterial aus der rechten Szene (u.a. Ausgaben des Bocks) eingesammelt. Beide Personen waren, laut Polizei, noch nicht durch entsprechende Straftaten in Erscheinung getreten.

Hausdurchsuchung bei Besseres Hannover

Die Polizei durchsucht im Rahmen der Ermittlungen wegen der Drohmail an die Sozialministerin von Niedersachsen die Wohnung und das Auto von Marc-Oliver Matuczewski. Dieser ist nicht nur als ehemaliger Vorsitzender der NPD Hannover, sondern auch als Kopf der Gruppe Besseres Hannover bekannt.

Hausdurchsuchung wegen Kriegsverbrechen der SS

Im Rahmen einer Ermittlung wegen Kriegsverbrechen der SS wird im Großraum Hannover eine Wohnung durchsucht. Die Durchsuchungen werden bundesweit bei sechs Männern durchgeführt, die im Verdacht stehen als Angehörige der Waffen-SS-Einheit „Der Führer“ an der Ermordung von 642 Menschen in Frankreich beteiligt gewesen zu sein. Anlass des Massakers soll die Gefangennahme eines SS-Sturmbannführers durch Widerstandskämpfer gewesen sein.

Hintergrund:
Am 10. Juni 1944 überfiel die Waffen-SS Ort Oradour-sur-Glane und ermordete fast die gesamte Bevölkerung. Die Menschen wurden in eine Kirche gesperrt, die dann gesprengt und angezündet wurde. Die Männer des Ortes wurden in Scheunen und Garagen getrieben und dort erschossen. Sämtliche Häuser wurden angezündet. Noch heute ist der völlig zerstörte Ortskern eine Mahn- und Gedenkstätte.

Hausdurchsuchungen wegen Bock

Im Zusammenhang mit der polizeilichen Ermittlung gegen die Nazizeitung Bock werden zwei Hausdurchsuchungen in Hannover und im Kreis Hildesheim durchgeführt. Anlass war die Klage eines Unternehmens für Pfefferspray deren Logo in der Nazizeitung abgedruckt wurde.

Hausdurchsuchung in Hannover wegen Schüssen

In Hannover und Roteburg (Wümme) führt die Polizei Hausdurchsuchungen bei Neonazis durch. Es werden drei Schreckschusspistolen, ein Klappmesser sowie ein Schlagring beschlagnahmt.
Der Durchsuchung vorausgegangen war die Beendigung der zweieinhalbwöchigen Besetzung eines ehemaligen Hotelkomplex Faßberg (Celle) durch die besetzenden Neonazis selbst. Hier hatten AnwohnerInnen in der Nacht zuvor einen Schuss gehört weswegen das Gebäude von der Polizei durchsucht wurde.
Die betroffenen Neonazis aus Hannover und Rotenburg hatten sich zum Zeitpunkt des Schusses auf dem Anwesen aufgehalten und seien kurze Zeit später mit ihren Fahrzeugen von dem Areal gefahren.

Bundesweite Razzien auch in Hannover

Im Zuge bundesweiter Razzien gegen verfassungsfeindliche Musik-Produkte werden mehr als 200 Wohnungen und Läden durchsucht. Dabei werden mehr als 45.000 CDs und etwa 170 Computer bei über 100 verdächtigen Personen beschlagnahmt, gefunden werden auch rund 70 Waffen. Auch in Hannover werden Objekte durchsucht.

Springe: Hausdurchsuchung bei Geschichtsrevisionisten

Wegen des geplanten Verbots des Vereins Internationales Studienwerk – Collegium Humanum e.V., des Bauernhilfe e.V. und des Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV) werden Ende Februar/Anfang März bundesweit Räumlichkeiten durchsucht.
In der Region Hannover kommt es zu Durchsuchungen in Wunstorf und Springe. In Springe wird die Durchsuchung bei Arnold Höfs (72 Jahre) durchgeführt. Er ist Schatzmeister des VRBHV und des Bauernhilfe e.V.. 2006 nahm er an der „Holocaust-Konferenz“ im Iran teil. Unter dem Pseudonym Herbert Hoff hatte er mehrere Bücher und Artikel mit den revisionistischen Inhalten veröffentlicht. In der Frankfurter Rundschau hatte Höfs erklärt:

„Nach allen Fakten kann der Holocaust nicht stattgefunden haben.“

Hausdurchsuchung bei Nazis in Langenhagen

Im Juni werden mehrere Wohnungen von Nazis in Langenhagen von der Polizei durchsucht und einige Personen müssen DNA-Proben abgeben. Hintergrund ist ein Drohbrief, den eine Sprecherin des Bündnis gegen Rechts Langenhagen erhalten hatte. Die junge Frau sucht daraufhin mit Hilfe des niedersächsischen Justizministers einen Studienplatz in Großbritannien.