Tag-Archiv für 'geschichtsrevisionismus'

Rechtsausleger Lesung in der List

Der Politologe Arnulf Baring stellt in der Buchhandlung Leuenhagen & Paris in der List ein eigenes Buch vor. Während des Vortrags macht Baring immer wieder Anspielungen, die als geschichtsrevisionistisch und NS verherrlichend verstanden werden können: In der HAZ heißt es z.B.: „Hätte Hitler 1940 nach dem Sieg über Frankreich Frieden geschlossen, sagt Baring beispielsweise, so gälte er jetzt als ‚größter Deutscher‘“. Als es um deutsche Opfer sowjetischer Vergewaltigungen geht, sagt er „Wir trauern um tote Juden – aber wer trauert über diese Deutschen?“. Den Einwand eines Zuhörers, er hätte nicht allein die Bombardierung Dresdens, sondern auch die deutschen Bomben auf Coventry (England) kritisieren müssen, kontert er: „Coventry war eine Industriestadt – das kann man nicht vergleichen.“
Auch bei weiteren seiner Ausführungen dürften sich Neonazis und Rechtspopulisten wiederfinden. So sichert er der Alternative für Deutschland seine Unterstützung zu, attestiert Thilo Sarrazin „nicht auf den Kopf gefallen“ zu sein, gleichgeschlechtliche Eltern sind für ihn „gegen den gesunden Menschenverstand“ und die Emanzipation allein „Vermännlichung der Frau“. Eine „perverse Entwicklung“ ist für ihn die Tatsache, dass Frauen mehr tun als nur Kinder gebähren.
Beim Thema Europa stellt Baring klar, der Euro „funktioniert nicht“ und die Europawahl sei „absolut überflüssig“. Die EU-Aufnahme der Türkei kommentiert er mit: „Dann klopfen als nächstes die Juden an“.

Der Moderator, der mitveranstaltenden FDP nahen Friedrich-Naumann-Stiftung verklärt den Vortrag als einen „großen Ritt durch viele Themenfelder“.1 Bei der Veranstaltung fühlte sich u.a. der stellvertretende Vorsitzende der AfD Niedersachsen Matthias Dorn (Hannover) so wohl, dass er sich von Baring eine Widmung mit „guten Wünschen, auch für die AfD“ geben lässt.

Unterstützung für Celler Neonazis aus Hannover

Ehemalige Mitglieder der Gruppe Besseres Hannover führen zusammen mit der Nazigruppe Freie Kräfte Celle einen Infotisch in Celle durch. Dieser ist in die Aktionswochen zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten eingebunden.

Neonazis aus Hannover in Dresden

Neonazis aus Hannover sowie Celle, Hildesheim u.a. Städten Niedersachsens beteiligen sich am Naziaufmarsch in Dresden anlässlich des Jahrestags der Bombardierung durch die Alliierten im 2. Weltkrieg. Die Neonazis der Freien Kräfte Celle führen ein Transparent („Die Toten von Dresden sind uns Mahnung. Ihr Opfer ist unser Auftrag!“) mit sich. Dieses war bereits bei Infotischen in Celle und Hannover in Benutzung, die von den Neonazis aus Celle und der Gruppe Besseres Hannover gemeinsam durchgeführt wurden.

Nazilaientheater stört DGB Veranstaltung

Dennis Seipke, Daniel Brunner, Patrick Seiler sowei zwei weitere Nazis aus dem Umfeld der Gruppe Besseres Hannover tauchen bei einer Veranstaltung zum Themenkomplex Bad Nenndorf im DGB Haus auf. Sie versuchen mit offensichtlich einstudierten Fragen deutsche Täter zu Opfern alliierter Willkür zu machen und so die Veranstaltung zu sprengen.

Nazipostkarten am Bahnhof in Springe

Zum morgendlichen Berufsverkehr liegen am Bahnhof in Springe großflächig (z.B. auf allen Treppen) Postkarten mit dem Spruch „Den Opfern ein würdiges Denkmal“ aus. Auf diesen wird auf eine Nazihomepage zu den Bombenangriffen auf Magdeburg und Dresden verwiesen.

Nazis sprühen in Wunstorf

In der Nacht auf den 13. Februar besprühen Nazis in Wunstorf mehrere Gebäude (Straßen Südstraße und Wasserzucht) mit Parolen im Zusammenhang mit der Bombardierung Dresden durch die Alliierten im Februar 1945. Die hier verwendeten Totenzahlen geben nicht die historischen Tatsachen wieder, sondern basieren auf den Berichten der NS-Propaganda.

CDU-Mann auf Besuchin Israel

Im Herbst nimmt Hans-Hermann Brockmann, Mitglied der CDU in Uetze, nimmt an einem Freundschaftsbesuch in der israelischen Partnerregion Unter-Galiläa teil. Nach der Reise wird Kritik an ihm laut, da er beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem eine Krawatte in Deutschlandfarben trug, in Gegenwart eines Holocaust-Überlebenden die Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg geleugnet und sich außerdem fremdenfeindlich geäußert zu haben soll.

Rechte Flugblätter in der Nordstadt

In der Nordstadt werden Flugblätter verteilt in denen die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg angezweifelt, während dieser als Verteidigung Europas vor „dem Bolschewismus“ dargestellt wird. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der „RK Druck und Vertrieb“ aus Hagen hinter dem Rüdiger Kahsner steckt. Kahsner war bereits als NPD Funktionär in Erscheinung getreten.

Revisionistischer Vortrag bei Burschenschaft geplant

Die Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover lädt zu einer Veranstaltung zum Thema „Westalliierte Kriegsverbrechen an Angehörigen der deutschen Wehrmacht“ mit Dr. Roland Bilib, einem Alten Herrn der Burschenschaft Danubia aus München, ein. Die Veranstaltung findet ohne Angabe von Gründen nicht statt. Der Referent hatte geplant Thesen des Revisionisten James Bacque aus Kanada vorzutragen. Bacque ist weder Professor, noch sind seine Thesen historisch haltbar. Seine tendenziöse „Forschung“ verfolgt vielmehr die Relativierung deutscher Kriegsverbrechen.

Burschenschafter aus Hannover in Österreich

Vom 19. bis 21. Juni feiern Burschenschaften in Österreich einen Festkommers unter dem Motto „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ in Innsbruck. Neben rechten Parteien, Studentenverbindungen, rechten Hochschulgruppen und Nazis nehmen auch Gäste aus der Bundesrepublik teil: Neben Mitgliedern von NPD und Vetriebenenverbänden, sind auch Burschenschafter aus Hannover und anderen Orten anwesend, wenn es um den Wunsch eines großdeutschen Reiches geht, das von Tirol bis Russland reichen soll.