Tag-Archiv für 'gerhard-wruck'

Hannoveraner als „Wolf im Schafspelz“

In einer aktuellen Stunde im Rat der Stadt Hannover versucht Ratsherr Gerhard Wruck die Auseinandersetzung über Die Hannoveraner herunter zu spielen. Die Grünen würden seiner Meinung nach versuchen „mit bloßen Verdächtigungen Menschen rechts der Mitte einzuschüchtern“. In der Debatte hatte FDP-Mann Engelke Jens Böning (ehemals Republikaner und WfH, jetzt Die Hannoveraner) vorgeworfen ein „Wolf im Schafspelz“ zu sein, der demaskiert Krokodilstränen um die Todesopfer rechten Terrors weine.

KandidatInnen des BürgerForum

Verschiedene Bekannte aus extrem Rechten und rechtspopulistischen Parteien kandidieren für das BürgerForum und BürgerForum Seelze bei den verschiedenen Wahlvorgängen in der Region Hannover:

Kandidat Dirk Salzmann hat bereits Erfahrungen als Landesvorsitzender der Partei Rechtsstaatliche Offensive (PRO/Schill-Partei) gesammelt. Jens Böning, Thomas Schroer, Harald Scupin und Gerhard Wruck waren bereits bei den Republikanern aktiv. Letzterer kennt auch Otto Wustrack und Jürgen Alenberg aus deren Zeit beim Bund Freier Bürger (BFB).

BFB-Wahlveranstaltung im HCC

Der Bund freier Bürger führt im Congress Centrum eine Wahlveranstaltung mit Parteigründer und -vorsitzenden Manfred Brunner durch. Vor rund 80 ZuhörerInnen bezeichnet Brunner den Holocaust als „zu pauschal“ und „historisch ungenau“. Abtreibungen sind ihm eine Herzensangelegenheit, die er als „Schuld“ wertet. Weiterhin verurteilt er die Enteignung als „kriminell“ und bezeichnet die deutsche Geschichtsschreibung als „hysterisch“ und „einseitig“. Da er als einiziger auf dem Podium neben Schatzmeister Otto Wustrack, dem Kreisvorsitzenden Günther Wunram und Horst Uhl keine Rede halten darf, muss sich Ratsherr Gerhard Wruck (ehemals Republikaner) noch mit einer als Frage getarnten kleinen Rede profilieren, in der er Verständnis dafür äussert, dass Menschen rechtsextrem wählen wollen. Er sieht „eine Entwicklung gegen das deutsche Volk und seine Identität“ und will dagegen mit einer „schlagkräftigen Truppe“ vorgehen. Damit bringt er sich selbst in Nähe von Gräfin Schulenburg, die dasselbe Manöver aus dem Publikum heraus versucht und in ihrem selbst für das rechte Publikum unerträglichen emotionalen Ausbrüche gestoppt wird.

Vorfälle im Sommer 1998

  • In der hannoverschen Innenstadt verteilt der Bund freier Bürger (BFB) im Juli und August seine Propaganda. Dazu wird ein Infostand in der Innenstadt (zumeist in der Karmarschstraße) errichtet und von Erika Neuhaus aus Seelze-Letter, stellvertretende Kreisvorsitzende und Inhaberin des Postfachs des BFB und Gerhard Wruck, der bereits bei NPD und Republikanern aktiv war, betreut. Weiterhin sind Günther Wunram samt seiner Frau sowie ein weiteres Vorstandsmitglied und Kandidat der Landesliste, der etwas beleibte Hans-Dieter Ostertag aus Isernhagen an den Ständen mit dabei. Die Stände waren nötig geworden, da für die Bundestagswahl noch Unterstützungsunterschriften benötigte, unter anderem für den Direktkandidaten im Wahlkreis 36 (Hannover-Stadt), Jürgen Alenberg aus Hannover-Ledeburg.
  • Auch das Schiller-Institut bzw. wahlweise die Bürgerrechtsbewegung Solidarität des Amerikanischen Rechten Lyndon H. LaRouche verteilt häufig ihrern skurrilen verschwörungstheoretischen Mist. Gerne treiben sie sich dabei vor Fillialen der „Deutschen Post“, u.a. in Linden-Mitte, der Nordstadt und vor der Hauptpost herum.
  • Im Bereich Hamburger-Allee werden wiederholt massiv Aufkleber der DVU verklebt. In der Vergangenheit war diese Ecke schon öfter durch zahlreiches Verkleben anderer Naziaufkleber aufgefallen.
  • In fast allen Stadtteilen von Hannover wird mit dem Aufhängen von Werbeplakaten für die Bundestagswahl begonnen. Erfreulicherweise sind eine ganze Menge DVU und REP Plakate innerhalb kürzester Zeit wieder verschwunden.
  • Gerhard Maerlender, ehemaliger CDU-Bezirksratsherr in der List und heute Wahlkandidat des BFB und Mitglied im rechten Tempelherrenritterordens, bekennt sich in einem Leserbrief an die neurechte Zeitung Nation&Europa zu einem Anhänger der Todesstrafe für Deserteure.

CDU MdB zu Gast bei REP-Abspaltung

Zu einer Veranstaltung der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH), einer Rechts-Abspaltung der Republikaner, zum Thema „Die nationalen Interessen des deutschen Volkes“ werden die Referenten Reinhard Uhle-Wettler (Brigadegeneral a.D. und Vorsitzender der Gemeinschaft Deutscher Demokraten) sowie Rudolf Krause (CDU-Bundestagsabgeordneter) als „berufene Sprecher des deutschen Volkes“ angekündigt. Der DLVH Hannover gilt Krause als CDU-Rechtsaußen und Sprecher des ultrakonservativen Deutschland-Forums als „prominente und absolut integre Persönlichkeit“. Krause hatte in der Vergangenheit den „nationalen Kräften“ in der CDU zu konservativen Allianzen mit NPD, REP, DVU und DLVH empfohlen und angeregt die „rechtskonservativen, von der linken Presse-Mafia als rechtsextrem verunglimpften Parteien“ einem gemeinsamen Ziel unterzuordnen. So finden sich auch Republikaner um ihre Ratsherren Gerhard Wruck und Günter Lüdtke neben dem JN-Landesvorsitzenden Holger Apfel und dem ehemaligen REP-Landesvorsitzenden und jetzigem Funktionär der Deutschen Partei Norbert Margraf.
Am Abend selbst erscheint Krause nicht. Die 50 Gäste müssen mit Uhle-Wettler allein Vorlieb nehmen.

Stimmungsmache gegen MigrantInnen

In einer Anfrage im Rat der Stadt Hannover zu „Eheschließungen zwischen Deutschen und Ausländern“ macht Gerhard Wruck von den Republikanern mit der Unterstellung von „Scheinehen“ gegen MigrantInnen Stimmung.
Am gleichen Tag stellt Wruck einen Antrag, der den Rat auf den „Asylkompromiss“ (d.h. die faktische Abschaffung des Asylrechts) verpflichten soll.

Rechte bei Denkmal Einweihung

Unter dem Abgesang von revanchistischen und Kriegsliedern wie zum Beispiel „Ich hatte einen Kameraden“ oder der dritten Strophe des „Deutschlandliedes“ finden sich mehr als 50 Personen zur Einweihung des revanchistischen „Mahnmals für die Opfer von Mauer und Stacheldraht“ am Weißekreuzplatz ein. Organisiert wurde die Aktion aus den Reihen des rechten Tempelherrenritterordens, der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU (OMV), einer Bürgeraktion Mahnmal sowie vom Ratsherren der Republikaner Gerhard Wruck. Auf der Kundgebung wird zu einem „natürlichen Nationalbewußtsein“ aufgerufen. Die Veranstaltung wird von der Polizei geschützt.

Wruck hetzt im Stadtrat

Gerhard Wruck nutzt eine, von ihm beantragte, aktuelle Stunde im Rat zur „Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern in Hannover und die sozialen Folgen“, um für Totalaufnahmestopp und Abschiebung, gegen Direktauszahlung und für ersatzlose Streichung des Asylrechtsparagraphen 16 des Grundgesetzes aufzutreten.

Rassistischer Antrag im Rat der Stadt

In einem Antrag im Rat der Stadt Hannover hetzt Republikaner Ratsherr Gerhard Wruck gegen den „Zuzug von Asylbewerbern“ und die „Fertigstellung von privat finanzierten Asylantenunterkünften“, gegen „zu viele“, „illegal“ sich in Hannover aufhaltende MigrantInnen und für die „deutsche Bevölkerung“, die nicht akzeptiere, „zur Minderheit im eigenen Land zu werden“.