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RechtspopulistInnen benennen sich um

Die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Hannover muss sich Ende August umbenennen. Grund ist eine Klage des Wirtschaftsförderungsverein Pro Hannover-Region. Das zuständige Gericht hatte dem Wirtschaftsverein recht gegeben und die RechtspopulistInnen um die ehemaligen Republikaner-Funktionäre Christian Perbrandt und Björn Tute legten keinen Einspruch das Urteil ein. Der neue Name ist Bürgerbewegung Ade Deutschland e.V.

Ehemalige Republikaner gründen Pro Hannover

Die beiden ehemaligen Republikaner Christian Perbandt und Björn Tute (Burschenschaft Germania) gründen im März 2008 den Verein Bürgerbewegung Pro Hannover. Mit dem Ziel 2011 bei den Kommunalwahlen antreten zu wollen, orientiert sie sich an der Politik der rechtspopulistisch und rassistisch agierenden Pro Köln oder der FPÖ in Österreich.
Der selbstständige Landschaftsgärtner Perbandt war lange Zeit Mitglied der CDU, bevor er zu den Republikanern (REP) wechselte. Hier war er Landesvorsitzender in Niedersachsen und Beisitzer im Bundesvorstand der Partei. 2006 trat er für die REP bei der Wahl zum Regionspräsidenten an.
Tute ist durch seine Aktivitäten als REP-Funktionär in Barsinghausen bekannt. Hier arbeitete er u.a. mit Nils Huschke zusammen, der immer wieder durch Übergriffe auf alternative Jugendliche auffiel.

Republikaner treten bei Wahlen an

Die Republikaner beteiligen sich an den verschiedenen Wahlen, die heute in der Region Hannover stattfinden:

  • Jürgen Wirtz tritt als Bürgermeister Kandidat in Garbsen an. Er kann 1,7 % (361) der Stimmen für sich gewinnen.
  • Bei der Wahl zum RegionspräsidentIn kann Christian Perbandt aus Lehrte 1,5 % (5.947) auf sich vereinen.
  • Bei der Wahl zur Regionsversammlung kandidieren in den Bezirken von Hannover: Christian Balzer (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen), Jorg Böttcher (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Dirk Dannenberg (List und Vahrenwald), Sabine Gatzemeier (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Wilfried Hein (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Josef Kauf (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode) und Silke Scheid (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt).
    In der Region sind es Jochen Meridies (Barsinghausen, Kandidat für Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Christian Perbandt (Lehrte, Kandidat für Laatzen, Pattensen und Sehnde), Silvia Perbandt (Lehrte, Kandidatin für Neustadt und Wunstorf), André Sieg (Uetze, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Wilhelm Scholz (Lehrte, Kandidat für Burgdorf, Lehrte und Uetze), Sigurd Straub (Kandidatin für Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Björn Tute (Barsinghausen, Kandidat für Garbsen und Wedemark), Jürgen Wirtz (Langenhagen, Kandidat für Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen).
    Insgesamt holen sie bei der Wahl 17.953 Stimmen und somit 1,5 %.
  • Bei der Gemeindewahl kandidieren Republikaner in Barsinghausen (Friedrich Völksen), Lehrte (Hans-Jürgen Heller, Detlef Nießen, Christian Perbandt und Wilhelm Scholz) und Uetze (Sabine Gatzemeier, André Sieg und Susanne Sieg). Sie erhalten zwischen 57 (Nießen) und 160 (Scholz) Stimmen und bleiben damit alle bei 0,0 %.

Hannoveraner in Landesparteivorstand der REPs gewählt

Februar: Beim Landesparteitag des Republikaner Landesverband Niedersachsen in Hannover wird Christian Perbandt als Landesvorsitzender „mit sensationellen 90 Prozent der Stimmen“ wiedergewählt und liegt damit knapp vor dem Landesparteisekretär Björn Tute, der nur 88 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Nur wenig später verlassen beide die Partei. Perbandt erklärt: „Ein Eintreten für die Ziele unserer Partei ist unter dem jetzigen Bundespräsidium zwecklos!“