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Burschenschafter treffen sich in Hannover

Im Haus der Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig (Rühlmannstraße) treffen sich rund 100 Mitglieder der Deutschen Burschenschaft (DB) zu einem verbandsinternen Treffen.

Die DB stand im Sommer des Jahres in der öffentlichen Kritik, da sie von Mitgliedern eine Art „Ariernachweis“ verlangt: Ob ein Mitglied „deutsch“ sei oder nicht, solle nicht mehr durch Staatsbürgerschaft, sondern durch Abstammung festgelegt werden. Aufgrund der kritischen Berichterstattung kam es zu internen Streitigkeiten, wie mit damit umzugehen sei. Das Treffen in Hannover ist als erzwungene Krisensitzung der DB zu werten, um Lösungen auf diese Frage zu finden.

Gegen das Treffen versammelten sich 120 Menschen vor dem Haus, um gegen Burschenschaften und Rassismus zu demonstrieren. Die Polizei versuchte bereits im Vorfeld durch faktisch unerfüllbare Auflagen einen planmäßigen Ablauf der Kundgebung zu verhindern und provozierte am Abend Teilnehmende der Veranstaltung.

Revisionistischer Vortrag bei Burschenschaft geplant

Die Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover lädt zu einer Veranstaltung zum Thema „Westalliierte Kriegsverbrechen an Angehörigen der deutschen Wehrmacht“ mit Dr. Roland Bilib, einem Alten Herrn der Burschenschaft Danubia aus München, ein. Die Veranstaltung findet ohne Angabe von Gründen nicht statt. Der Referent hatte geplant Thesen des Revisionisten James Bacque aus Kanada vorzutragen. Bacque ist weder Professor, noch sind seine Thesen historisch haltbar. Seine tendenziöse „Forschung“ verfolgt vielmehr die Relativierung deutscher Kriegsverbrechen.

Rechter Vortrag bei Burschenschaft

Auf Einladung der Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover hält Dr. Karlheinz Weißmann einen Vortrag über das „Konservative Minimum“. Dr. Weißmann ist Verfechter des Konzept des Kulturpatriotismus und ist durch relativierende Äußerungen über den Holocaust aufgefallen. Er gilt als Teil der intellektuellen Elite der neuen Rechten, schreibt regelmäßig in rechten Zeitungen, wie der Jungen Freiheit und hält Vorträge bei konservativen und extrem rechten Organisationen.

Rechter Referent bei Buschenschaft

Der, in rechten Kreisen bekannte, Mittelstandsexperte Prof. Dr. Eberhard Hamer aus Hannover referiert vor der Burschenschaft Ghibelinia-Leipzig zu Hannover zum Thema „Weltgeldbetrug“. Hamer ist bekannt für seine Auftritte beim verschwörungstheoretischen Internetsender Secret TV und für Veranstaltungen bei der Staats- und Wirtschaftsgesellschaft (SWG). Die SWG kann als Scharnier zwischen Konservatismus und extremer Rechter gesehen werden.

Verbindungsveranstaltung mit rechtem Funktionär

Die Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig führt eine Vortragsveranstaltung mit Hermann Mietz aus Emden durch. Mietz war Funktionär bei verschiedenen Jugendorganisationen der extremen Rechten wie dem Deutschen Jugendbund, der nationalen Jugend Ostfriesland und dem Bund Heimattreuer Jugend, bevor er zum langjährigen Geschäftsführer des Traditionsverbands ehemaliger Schutz- und Überseetruppen wurde – ein Verein, der die „Korrektur“ angeblich „wahrheitswidriger“ (weil kritischer) Darstellungen der verbrecherischen deutschen Kolonialgeschichte zum Ziel hat.