Tag-Archiv für 'bedrohung'

Frei.Wild Fan greift grünen Bundestagsabgeordneten an

Am frühen Nachmittag wird ein Bundestagsabgeordneter der Grünen am Küchengarten von einem Fan der umstrittenen Band Frei.Wild angegriffen. Der Angreifer hatte erst gefragt, ob er, „der S. von den Grünen” sei, der bei der Demo im November gegen Frei.Wild Konzert im Capitol gesprochen habe. Als dies bejaht wurde, schubste der Angreifer ihn mehrmals und beschimpfte ihn in aggressiver Weisen wiederholt als „Vaterlandsverräter“, „antinationalistischen Wichser“ und droht „Ich mache dich fertig, wenn du noch mal so etwas machst“. Der Angegriffene schätzt den Angreifer als „klar Fan von Frei.Wild und aus der rechten Szene“ ein.
Der Politiker erstattete Anzeige bei der Polizei und betont: „Was mir widerfahren ist, passiert leider vielen Menschen tagtäglich, die sich gegen Rechts engagieren. Rechte Gewalt ist auch ein Problem in der Region Hannover. Aber ich werde mich nicht einschüchtern lassen und weiter gegen völkische Ideologie und Nationalismus aktiv sein!“

Fussballfans mit Messer bedroht

Bei der Fête de la Musique taucht Siegfrid Schmitz gegen 22 Uhr zusammen mit einem Bekannten am Stand eines antirassistischen Fussballturniers auf. Hier beschimpft er die OrganisatorInnen wild und pöbelt lautstark herum. Nach mehreren Aufforderungen den Stand zu verlassen, versuchen die Fussballfans die beiden Männer abzudrängen. Es kommt zu einer Schlägerei bei der Schmitz Begleiter ein Messer zieht und die Fans bedroht. Auch OrdnerInnen der Musikveranstaltung können die Situation nicht beruhigen. Erst der Polizei gelingt es den Mann zu Boden zu bringen und zu entwaffnen.

Schmitz ist stellvertretendes Vorstandsmitglied der rechtspopulistischen Wählervereinigung Die Hannoveraner. Darüber hinaus betreut er den Internetauftritt der Partei Die Freiheit Niedersachsen und ist Sprecher der German Defence League (GDL) für die er bei rassistischen Demonstrationen bundesweit als Redner auftritt. Für Jens Böning, ehemaliger Republikaner und Vorsitzender der Hannoveraner, ist dies kein Problem: „Erst, wenn die Gruppierung vom Verfassungsschutz beobachtet wird, müsste ich noch einmal mit Schmitz reden“, erklärt Böning in der Presse.

Besseres Hannover: Drohung per Post

Eine SPD Landtagsabgeordnete wird erneut zum Ziel der Gruppe Besseres Hannover: Sie findet in ihrem Privatbriefkasten eine Postkarte der Gruppe. Die Abgeordnete hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für ein Verbot der Gruppe ausgesprochen. Auf der Internetseite der Gruppe wurde die Abgeordnete beschimpft und auf einer weiteren Seite Daten wie private Telefonnummer und dienstliche Handynummer veröffentlicht.

Hausdurchsuchung bei Besseres Hannover

Die Polizei durchsucht im Rahmen der Ermittlungen wegen der Drohmail an die Sozialministerin von Niedersachsen die Wohnung und das Auto von Marc-Oliver Matuczewski. Dieser ist nicht nur als ehemaliger Vorsitzender der NPD Hannover, sondern auch als Kopf der Gruppe Besseres Hannover bekannt.

Drohmail an Sozialministerin

Aus Hannover wird eine Drohmail an Niedersachsens Sozialministerin geschickt, in der es heisst: „Wir kündigen hiermit an, dass wir für die Durchsetzung unserer politischen Ziele und zur Bewahrung unserer Kultur im nächsten Jahr eine neue Waffe einsetzen werden. Wir haben die Schnauze voll und können auch anders!“ Diese Drohung ist ebenfalls auf der Homepage der Gruppe Besseres Hannover zu lesen.

Der Nachricht ist ein rassistisches Video angehängt ist in dem eine als Bär verkleidete Person mit der T-Shirt Aufschrift „Abschiebär“ vor Döner-Imbissen posiert, den Hitlergruss zeigt und die MitarbeiterInnen verhöhnt. Das Video ist stilistisch an das Bekennervideos des NSU angelehnt.
Die Polizei versäumt es die BetreiberInnen und MitarbeiterInnen der gefilmten Imbisse darüber zu informieren.

Angriff auf Jugendliche in Wunstorf

Acht Neonazis ziehen durch die Innenstadt von Wunstorf. Sie greifen drei alternative Jugendliche an. Zwei der Angegriffenen können entkommen, die dritte Person wird erst geschubst, umstellt und bedroht danach von zwei Neonazis gepackt und mitgeschleift. Erst als die Polizei auftaucht ergreifen die Neonazis die Flucht. Unter den Neonazis sind AnhängerInnen und Mitglieder der Nazigruppen Widerstand Wunstorf, Besseres Hannover und der Autonomen Nationalisten Bückeburg.

Gerichtsverhandlung wegen Flaschenwurf

Vor dem Amtsgericht Neustadt wird der Nazi Marco B. aus Seelze wegen gefährlicher Körperverletzung zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 160 abzuleistenden Sozialstunden verurteilt. Der arbeitslose KFZ-Mechaniker hatte im Februar 2008 nach einem Fußballspiel des Bundesliga-Vereins Hannover 96 eine Antifaschistin aus Wunstorf mit einer Flasche beworfen. B. ist bereits wegen Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen vorbestraft.

Wunstorf: Naziangriff mit Schlagstöcken und Pfefferspray

Marco Siedbürger und weitere Nazis der Nationalen Offensive Schaumburg (NOS) überfallen am Bahnhof in Wunstorf zwei Antifaschisten mit Pfefferspray und Schlagstöcken und verletzten diese erheblich.

Diesem Überfall waren monatelange Bedrohungen der Personen vorausgegangen.

Hemmingen: Autonomes Jugendzentrum brennt ab

In der Nacht auf den 21. Juni brennt in Hemmingen das Gebäude des Autonomen Jugendzentrums ab. Vor dem Brand waren vermehrt Einbrüche und Verwüstungen begangen worden. Im Internet wurden die AktivistInnen massiv beschimpft und bedroht. Dabei werden Pseudonyme wie „Arischer-verteidiger“ benutzt.

Barsinghausen: Naziaktivitäten im Februar

1) Nazis verprügeln einen Jugendlichen in Barsinghausen, weil dieser Aufkleber der Jungen Nationaldemokraten entfernt hatte.

2) Weiterhin wird ein CDU Ratsherr in Barsinghausen von vermummten Nazis als „Vaterlandsverräter“ beschimpft und bedroht.