Tag-Archiv für 'anschlag'

Angriff auf Wohnhaus in Wunstorf

Um 3 Uhr morgens werden in Wunstorf-Kolenfeld die Scheiben einer Wohnung, in der Geflüchtete wohnen, durch eine Böllerexplosion zerstört. Die Polizei ermittelt wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion (nach § 308 StGB). Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall im Bereich „Gegen Asylunterkünfte“ ein. Die Polizei stuft ihn als PMK rechts (PMK = Politisch motivierte Kriminalität) ein.

Ziegelsteine auf Gefüchtetenunterkunft

Gegen 22:45 Uhr wirft eine Person zwei Ziegelsteine durch zwei Fensterscheiben im Erdgeschoss einer Geflüchtetenunterkunft in der Straße Am Berge in Garbsen-Stellingen. Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall im Bereich „Gegen Asylunterkünfte“ ein. Die Polizei stuft ihn als PMK rechts (PMK = Politisch motivierte Kriminalität) ein.

Brandanschlag an Silvester

In der Silvesternacht verschaffen sich Unbekannte Zugang zum Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Laatzen-Gleidingen indem sie den Zaun durchtrennen. Hier werfen sie Grillanzünder in ein Kellerfenster und verursachen so einen Brand. Gegen 3:50 Uhr bemerkt eine Nachbarin die Flammen und verständigt den Sicherheitsdienst in der Einrichtung. Die gerufene Feuerwehr kann den Brand löschen. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.
Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall als politisch motiviertes Delikt ein, bei dem eine Geflüchtetenunterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel ist. Die Polizei stuft ihn als PMK rechts (PMK = Politisch motivierte Kriminalität) ein.

Seelze: Festnahme nach Brand in Geflüchtetenunterkunft

Gegen 1:10 Uhr in der Nacht bemerken PassantInnen einen Brand im Eingangsbereich einer Geflüchtetenunterkunft in Sehnde-Haimar. Gemeinsam mit den BewohnerInnen gelingt es ihnen den Brand zu löschen und niemand wird verletzt.
Die Polizei ermittelt und macht einen Tatverdächtiger auswendig. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des 43-Jährigen wird mutmaßliches Beweismaterial gefunden und der Mann wegen schwerer Brandstiftung und Mord festgenommen.
Die Bundesregierung ordnet diesen Vorfall als politisch motiviertes Delikt ein, bei dem eine Geflüchtetenunterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel ist.

Brandanschlag auf Neubau von Flüchtlingsunterkunft

In der Nacht wird im Eichenweg (Bothfeld) ein Brandanschlag auf den Rohbau einer Flüchtlingsunterkunft verübt. Ein Zeuge hörte zunächst Stimmen und Geräusche und sah dann eine Person wegrennen. Danach hört er einen Knall und bemerkt die Flammen auf dem Dach, woraufhin er die Feuerwehr ruft. Nach einer halben Stunde ist der Brand gelöscht. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Hausdurchsuchungen in Pattensen

Die Polizei durchsucht in Pattensen zwei Wohnungen, die von Patrick Kruse genutzt werden. Kruse ist einer der führenden Köpfe der verbotenen Gruppe Besseres Hannover und versucht sich unter dem Namen Jugendgedanken als Liedermacher.
Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen der Anschläge auf Parteibüros, einen Döner-Imbiss sowie eine Gedenktafel in Pattensen zwischen Oktober und Dezember 2013. Hier waren teilweise Scheiben beschädigt oder Farbanschläge verübt worden. Bei der Durchsung wurde unter anderem eine Stahlschleuder, eine Softairwaffe samt Munition sowie mehrere Glaskugeln sicher gestellt. Die Polizei prüft auch die Beteiligung an ähnlichen Anschlägen im Stadtgebiet von Hannover.
Gegen Kruse läuft zur Zeit auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Neonazis aus Wunstorf patrouillieren in Bückeburg

In Bückeburg patrouillieren Mitglieder der Nazigruppe Widerstand Wunstorf zusammen mit den Autonomen Nationalisten Bückeburg durch die Innenstadt. In der Nacht wird das Wohnhaus eines Nazigegners angegriffen: Drei Personen werfen mehrere faustgroße Steine durch die Fensterscheiben seines Wohnzimmers.

Pattensen: Naziaufkleber und Denkmalschändung

Anfang August werden in Pattensen massiv Naziaufkleber verklebt und das Denkmal für die, während der Pogromnacht 1938, niedergebrannte Synagoge wird mit roter Farbe beschmiert.

Gedenkstein in Laatzen beschmiert

In der Nacht zum 12. November wird der Gedenkstein für die während der NS-Zeit zerstörte Synagoge in Laatzen geschändet. Unbekannte beschmieren den Gedenkstein mit Farbe und einen am 9. November im Gedenken an die Reichspogromnacht angebrachten Kranz umgestoßen.

Schändung des Holocaust-Mahnmals

Mitte November wird das Mahnmal, das an die 1.915 von den Nationalsozialisten ermordeten Juden aus Hannover erinnert, mit roter Flüssigkeit übergossen; betroffen ist eine Fläche von etwa zwei mal zwei Metern. Die Polizei verdächtigt einen 17-jährigen Angehörigen der „Gothic-Szene“ der Tat. Das Mahnmal war bereits vor fünf Jahren Ziel eines rechtsextremen Anschlags.