Tag-Archiv für 'angriff'

Südstadt: Flüchtling beschimpft und angegriffen

Ein Flüchtling aus Syrien wird in der Kestnerstraße (Südstadt) aus einem langsam vorbeifahrenden Auto mit rassistischen Parolen beleidigt. Als er schneller geht, stoppt der Wagen und vier Männer kommen auf ihn zu. Sie drücken ihn an eine Mauer und einer schlägt ihm ins Gesicht, dadurch wird der Betroffene leicht verletzt. Die Angreifer flüchten dann in Richtung Marienstraße.

Jugendlicher durch Messerattacke lebensgefährlich verletzt

Am Steintor in der Innenstadt haben sich etwa 400 Menschen zu einer türkisch-nationalistischen Kundgebung versammelt, um für „Solidarität mit der Türkei“ und gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK zu demonstrieren. Gezeigt werden überwiegend türkische Nationalfahnen, aber es sind auch Fahnen dabei, die auf die faschistische Ideologie der Grauen Wölfe Bezug nehmen.
Eine Gruppe von kurdischen Jugendlichen stört die Kundgebung mit Fahnen und Parolen. Daraufhin eskaliert die nationalistische Kundgebung und viele TeilnehmerInnen zeigen den Gruß der Grauen Wölfe. Die Polizei schreitet ein und trennt die Gruppen. In der Innenstadt kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen türkischen NationalistInnen und FaschistInnen aus der einen und kurdischen Jugendlichen auf der anderen Seite und der Polizei. Gegen ca. 14:20 Uhr wird ein 26-jähriger kurdischer Jugendlicher durch eine Messerattacke lebensgefährlich am Hals verletzt. Nach dem Angriff kommt es zu weiteren Auseinandersetzungen im Bereich Bahnhofstraße.

Das Leben des Jugendlichen kann durch eine Notoperation gerettet werden.

Ein 50-jähriger Mann stellt sich in der Nacht auf Sonntag der Polizei. Er soll an der Messerattacke auf den kurdischen Jugendlichen beteiligt gewesen sein. Er wird nach seiner Vernehmung wieder entlassen.

Mann schießt auf KoranverteilerInnen

In der Innenstadt an der U-Bahnhaltestelle „Steintor“ schießt ein Mann mit einem Gas- oder Schreckschussrevolver zuerst in die Luft, dann auf die Besetzung eines salafistischen Infotischs von dem Korane verteilt werden. Verletzt wird niemand. Der Mann flüchtet in Richtung Klagesmarkt und wird später von der Polizei festgenommen. Laut Presse besteht vermutlich ein fremdenfeindlicher Hintergrund.

Hooligans greifen in der Nordstadt an

Am Abend wird in der Nordstadt eine Gruppe Linker von Hooligans angegriffen, die min. dem Umfeld der Gruppe Vulture Hannover 13 (VH 13) zugerechnet werden. Eine Person wird von den Angreifern zu Boden gebracht. Wie schon am Tag zuvor greifen sie die am Boden liegende Person an und treten ihr gegen den Kopf. Ein Passant greift ein und kann die Hooligans auf Distanz halten, bis sich der Angegriffene mit Schürfwunden und einer leichten Gehirnerschütterung in Sicherheit bringen kann.

Hooliganangriff in der Oststadt

Auf der Lister Meile (Oststadt) greifen am Abend ca. 15 Hooligans der Gruppe Vulture Hannover 13 (VH 13) Linke an, die auf dem Weg zum Flüchtlingscamp auf dem Weißekreuzplatz sind. Während der ersten Auseinandersetzung wird eine junge Frau angegriffen. Dabei schlagen die Angreifer mit einem Werbeschild auf den Kopf der am Boden Liegenden ein. Sie kann schließlich mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Im Anschluss entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die sich über Stunden hinzieht. Die Hooligans können u.a. mit Flaschenwürfen Linke angreifen. Diese befürchten einen Angriff der Hooligans auf das nahegelegene Camp der Flüchtlinge. Polizeieinheiten sind vor Ort und nehmen die Personalien der VH13-Hooligans auf, unternehmen jedoch keine weiteren Schritte. Zwischen 0 und 1 Uhr ziehen sich die Polizeieinheiten komplett aus dem Bereich um den Pavillon zurück. Erst engagierte GewerkschafterInnen können erreichen, dass wieder mehr Polizei vor Ort ist. Schließlich werden mehrere Hooligans von der Polizei festgenommen. Die Polizei stellt im Nachhinein die Vorfälle als eine „Auseinandersetzungen rivalisierender Ultra Gruppierungen“ dar, muss aber eingestehen, dass „Ultras aus Braunschweig … nicht mehr angetroffen“ wurden.

Die Gruppe VH13 gilt innerhalb der Fanszene von Hannover 96 als rechtsoffen. Teilweise rekrutiert sich die Gruppe aus ehemaligen Mitgliedern der Nazihooligangruppe Royal Riot Hannover.

Antisemitische Parolen und Angriff

Bei einer Demonstration in der Innenstadt gegen die Angriffe auf den Gazastreifen werden antisemitische Parolen gerufen. Außerdem greifen mehrere Männer aus der Demonstration die TeilnehmerInnen einer Gegenkundgebung an, die eine Israel Fahne zeigen. Die Angreifer versuchen die Fahne runter zu reißen. Einer greift mit einem Sprungtritt an und verletzt einen Kundgebungsteilnehmer am Rücken.1

Rassistischer Angriff in Kleefeld

Am Bahnhof Karl-Wiechert-Allee (Kleefeld) werden zwei Afrodeutsche aus einer achtköpfigen Gruppe von zwei Männern rassistisch beleidigt. Ein junger Mann kommt den Betroffenen zu Hilfe, die flüchten können. Die beiden Angreifer gehen nun auf den Helfer los. Sie ziehen ihn in einen mittlerweile eingefahrenen Zug. Hier schlagen und treten sie auf ihn ein. Er kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Auch eine Frau, die in der Bahn sitzt wird leicht verletzt.
Gegen die beiden Angreifer wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Beide kommen aus Hannover und sind der Polizei bisher nicht einschlägig bekannt.

Frei.Wild Fan greift grünen Bundestagsabgeordneten an

Am frühen Nachmittag wird ein Bundestagsabgeordneter der Grünen am Küchengarten von einem Fan der umstrittenen Band Frei.Wild angegriffen. Der Angreifer hatte erst gefragt, ob er, „der S. von den Grünen” sei, der bei der Demo im November gegen Frei.Wild Konzert im Capitol gesprochen habe. Als dies bejaht wurde, schubste der Angreifer ihn mehrmals und beschimpfte ihn in aggressiver Weisen wiederholt als „Vaterlandsverräter“, „antinationalistischen Wichser“ und droht „Ich mache dich fertig, wenn du noch mal so etwas machst“. Der Angegriffene schätzt den Angreifer als „klar Fan von Frei.Wild und aus der rechten Szene“ ein.
Der Politiker erstattete Anzeige bei der Polizei und betont: „Was mir widerfahren ist, passiert leider vielen Menschen tagtäglich, die sich gegen Rechts engagieren. Rechte Gewalt ist auch ein Problem in der Region Hannover. Aber ich werde mich nicht einschüchtern lassen und weiter gegen völkische Ideologie und Nationalismus aktiv sein!“

Versuchter Angriff auf Kundgebung

Am frühen Morgen versucht eine Gruppe von ca. sieben vermummten Personen eine Kundgebung zur Unterstützung eines Hungerstreikenden in der Innenstadt anzugreifen und bedrohen die TeilnehmerInnen. Einige von ihnen tragen mit Quarzsand gefüllte Handschuhe. Mit dabei ist u.a. Patrick Kruse (Pattensen), einer der führenden Köpfe der verbotenen Gruppe Besseres Hannover. Dieser setzt sich vor Ort einen Mundschutz (wie bei Boxkämpfen verwendet) ein. Die Polizei kann die Personalien von mehreren AngreiferInnen feststellen.

Rechte Schläger am Hauptbahnhof

Zwei Männer (30 und 41 Jahre) werfen im Hauptbahnhof Feuerwerkskörper, zeigen den Hitlergruß und rufen faschistische Parolen. Die beiden flüchten in einer S-Bahn und werden in Linden festgenommen. Vorher hatten sie zusammen mit zwei weiteren Männern Menschen am ZOB mit Schlägen und Tritten angegriffen.