Mann schießt auf KoranverteilerInnen

In der Innenstadt an der U-Bahnhaltestelle „Steintor“ schießt ein Mann mit einem Gas- oder Schreckschussrevolver zuerst in die Luft, dann auf die Besetzung eines salafistischen Infotischs von dem Korane verteilt werden. Verletzt wird niemand. Der Mann flüchtet in Richtung Klagesmarkt und wird später von der Polizei festgenommen. Laut Presse besteht vermutlich ein fremdenfeindlicher Hintergrund.

Hakenkreuze auf jüdischem Friedhof in Laatzen

BesucherInnen entdecken auf dem jüdischen Friedhof in Laatzen-Gleidingen drei Grabsteine, die mit Hakenkreuzen beschmiert sind. Die Polizei leitet ein Verfahren der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung ein.

Erneut Rassistische Parolen in der Südstadt

In der Nacht auf Dienstag, den 9. Juni sprühen Unbekannte rassistische Parolen an einen Supermarkt in der Südstadt. In den Stadtteilen Südstadt und Bult waren in der letzten Zeit mehrmals rassistische Schmierereien entdeckt worden.

Sprühereien in Südstadt und Bult

Zwischen dem 29. Mai und dem 2. Juni werden zwei Gebäude in der Janusz-Korczak-Allee (Bult) mit rassistischen Parolen besprüht. Am Morgen des 2. Juni, zwischen 08:00 Uhr und 12:00 Uhr, wird zudem weitere Parolen an einem Möbelgeschäft in der Südstadt geschmiert.

Rassistische Hetze gegen die Unterbringung von Geflüchteten

In den vergangenen Wochen hetzen Naziparteien in der Region gegen die Unterbringung von Geflüchteten:

  • In Laatzen-Ingeln-Oesselse werden im Vorfeld einer Bürgerversammlung zu der geplanten Unterbringung von Geflüchteten Flugblätter der NPD in Briefkästen verteilt.
  • In Wettbergen werden immer wieder Flugblätter in Briefkästen und an Windschutzscheiben verteilt für die Die Rechte Hildesheim verantwortlich ist. In der Presse wird zusätzlich berichtet, dass Mitglieder der AfD „in Wettbergen nachweislich aktiv“ seien.

Rassistische Sprühereien gegen Geflüchtete

In der Nacht auf Sonntag werden an mehrere Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet rassistische und faschistische Parolen und Symbolen gesprüht.
In Kirchrode endeckt eine Polizeistreife in der Nacht min. ein Hakenkreuz sowie die Naziparole „Frei, sozial & national“. Daraufhin werden Überprüfungen an weiteren Wohnheimen durchgeführt. Dabei werden in Bult weitere Schmierereien wie die Parole „444 Ausländer raus“ am Haus und einem Zaun. Die 4 steht für den vierten Buchstaben im Alphabet – DDD für „Deutschland den Deutschen“.

Weiterhin werden weitere Farbschmierereien an Hauswänden und Mauern weiterer Unterkünfte in Bemerode, der Südstadt und zwei weiteren in Kirchrode entdeckt.

Kandidat des Bürgerforum bei Bürgermeisterwahl in Seelze

Der Ex-Republikaner Thomas Schroer tritt für das Bürgerforum Seelze an als Bürgermeisterkandidat in Seelze an und bekommt 483 Stimmen (5,5 %).

AfD Infotisch am Kröpcke

Die Alternative für Deutschland hat am Kröpcke einen Infotisch aufgebaut.

Teilnahme bei PEGIDA in Braunschweig

U.a. Patrick Illmer (NPD Hannover) beteiligt sich am Aufmarsch des lokalen PEGIDA Ablegers, BRAGIDA, in Braunschweig.

Gerichtsverhandlung wegen Kindstod durch Germanische Neue Medizin

Vor der 13. Großen Strafkammer des Landgerichtes Hannover müssen sich die Eltern Baldur (32 Jahre) und Antje B. (28 Jahre) wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ verantworten. Sie hätten, so die Anklage ab Juni 2009 ihrer Tochter nicht mehr die notwendige Menge Insulin verabreicht, was zum Tod der Vierjährigen führte.
Die beiden Eltern sollen laut Staatsanwaltschaft AnhängerInnen der „Germanischen Neuen Medizin“ von Ryke Geerd Hamer sein und zwischen 2007 und 2009 lediglich einen Arztbesuch durchgeführt. Statt Insulin hätten sie ihrer Tochter Rohkost gegeben. Während die Mutter von losen Kontakten zu Hamer berichtet, bezeichnet sie der Bruder des Vaters als „fast sektenmäßige Anhängerin der Theorien Hamers“.

Beide Eltern stammen aus extrem rechten Familien: Der Vater war 1994 Mitglied der verbotenen Wiking-Jugend. Die Mutter wuchs in der heidnischvölkischen Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft des Nazianwalt Jürgen Rieger auf. Beide wurden auch bei Veranstaltungen der Artgemeinschaft gesehen.

In dem extrem rechten „deutschen Nachrichtenmagazin“ Zuerst! wurde 2010 bereits ein mehrseitiger Artikel veröffentlicht in dem die Eltern ihre Sicht zum Tod ihrer Tochter veröffentlichen konnten. Nicht ohne staatliche Behörden anzugreifen, die eine Obduktion angeordnet hatten. Das Grab der Tochter liegt auf einer „Ahnenstätte“ in Bremen, die vom rechten Bund für Gotterkenntnis verwaltet wird.

Hintergrund:
Die „Germanische Neue Medizin“ wurde von Hamer vor über 30 Jahren gegründet. Die Erkrankten, so lehrt der frühere Arzt, dem 1986 die Approbation entzogen wurde, bräuchten nur ihren „inneren Konflikt lösen“, um die Krankheit zu überwinden – und kämen so ohne medizinische Behandlung aus. Dass seine Habilitationsschrift und Lehre nicht angenommen wurden, führt Hamer auf den Einfluss „jüdischer Logen“ zurück. Diese führten eine „beispiellose Erkenntnisunterdrückungskampagne“. Er meint weiter, dass die „dumme alte Schulmedizin eigentlich eine jüdische Medizin“ sei und spricht von einem „Kampf der Talmud-Zionisten, alle Nichtjuden umbringen zu wollen“.