Archiv der Kategorie 'Barsinghausen'

Barsinghauen: Präventives Verbot für Falkenkeller NutzerInnen

Weil Nazis angekündigt haben in der Innenstadt von Barsinghausen präsent sein zu wollen, erteilt die Stadt alternativen Jugendlichen präventiv ein Verbot die Räume des Jugendraums Falkenkeller zu nutzen. Stattdessen versammeln sich 25 Personen zu einer Kundgebung in der Innenstadt von Barsinghausen, um gegen rechte Gewalt zu demonstrieren.

Nazipropaganda in Stadtteilen von Barsinghausen

In den Stadtteilen Barsinghausen-Hohenbostel und Winninghausen entdecken AnwohnerInnen zahlreiche Schmierereien und Aufkleber mit (neo)faschistischen Hintergrund. Neben gesprühten Parolen wie „Deutschland den Deutschen“, „Legion Deister“, dem Selbstverständnis der sog. Freien Kameradschaften „Frei – Sozial – National“ finden sich Hakenkreuze und der Schriftzug „AH“ für Adolf Hitler. Desweiteren werden Aufkleber mit der Internetadresse des „Freien Netz“ geklebt. Der Nazivernetzung, deren Ableger aus Jena im Verdacht steht, die Terrorzelle des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) unterstützt zu haben.

Naziangriff in Barsinghausen

In der Nacht auf Sonntag kommt es in Barsinghausen zu einem Angriff von jugendlichen Nazis auf Jugendliche aus dem Umfeld des Falkenkellers. Mehrere Personen werden verletzt, einige der Angegriffenen schwer. Die Polizei Barsinghausen macht zu diesem Vorfall gegenüber der Presse keine näheren Angaben.
Kurz nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen muss die Polizei Hinweisen auf eine auffällige Gruppe am Europaplatz und in der Nähe des Falkenkellers nachgehen.

Barsinghausen: Hakenkreuz an Schule gesprüht

In Barsinghausen wird am Wochenende ein Hakenkreuz an eine Sporthalle der KGS Goetheschule gesprüht.

Barsinghausen: Vermummte Nazis greifen an

Am Abend überfallt in Barsinghausen eine Gruppe von fünf vermummten Nazis einen jungen Mann aus dem Umfeld des Falkenkellers in der Nähe des Bahnhofs. Später zieht diese Gruppe, rechte Parolen rufend, zum Falkenkeller. Hier zerstören die Fenster der Außentüren und versuchen die Eingangstür mit einem Fahrradständer aufzurammen. Durch einen so geschaffenen Spalt sprühen sie Pfefferspray ins Innere des Raumes, wo sich ca. ein Dutzend Jugendliche aufhalten. Einer zieht sich im Laufe der Auseinandersetzung leichte Verletzungen zu.
Fünf der Angreifer (zweimal 17, einmal 19 und zweimal 22 Jahre alt) werden von der Polizei gestellt.
Die Stadt Barsinghausen erlässt in Reaktion auf diesen Vorfall eine Reihe von Einschränkungen für die Jugendlichen des Falkenkellers, die deren Arbeit ungemein erschwert.

Rechtes Bundestreffen in Laatzen

Vom 13. bis 16. Oktober findet das 57. Bundestreffen der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger (OdR) in der Region Hannover statt. Die Veranstaltung war ursprünglich in Barsinghausen geplant wurde dann aber nach Laatzen verlegt.
Hier treffen sich hoch dekorierte Wehrmachtssoldaten und ihre Angehörigen in einem Tagungshotel, um ein rechtes Geschichtsbild zu pflegen. Nach außen will der Verein und seine Mitglieder mit Politik nichts zu tun haben wollen. Ein Blick in die Publikationen des Vereins beweisen das Gegenteil: Hier beklagt Vorsitzender Günter Halm die „Hassreden auf die Vergangenheit“ und das Blatt behauptet „das deutsche Wehrmachtsangehörige“ an keinen „Kriegsverbrechen beteiligt waren“. In typisch rechter Manier hetzt das Blatt: „die Deutschen werden bis heute zur ‚Schuldverinnerlichung‘ täglich ‚berieselt‘ […] Die herrschende Klasse sichert ihr Macht durch die ‚Politische Korrektheit‘. Inquisitorisch führt sie den ‚Kampf gegen Rechts‘“ (Ausgabe 2/2011). In Ausgabe 4/2010 wird behauptet, dass „[d]ie schmähliche Behandlung der ehemaligen Soldaten der Waffen-SS nach dem Krieg […] weder vom moralischen noch vom juristischen Gesichtspunkt zu rechtfertigen“ sei. Dieser Ausgabe lag gleich ein kostenloses Exemplar von Der Freiwillige – die Zeitschrift der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG).

Als Festredner konnte laut Mitteilungsblatt der OdR Reinhard Uhle-Wettler gewonnen werden. Laut Kommentar des Vorsitzenden sei er den Mitgliedern noch „in guter Erinnerung“. Uhle-Wettler referiert an diesem Wochenende zum Thema „Armee im Fegefeuer“. Der Brigadegeneral a.D. referierte bei der extrem rechten Kulturvereinigung Gesellschaft für freie Publizistik und publizierte eine Festschrift für den Holocaustleugner David Irving. Darüber hinaus beklagte Uhle-Wettler die Geschichtsschreibung durch die Siegermächte und das Fehlen einer „amtlichen Dokumentation über den Massenmord an den Juden“. In Hannover ist Uhle-Wettler durch seine Auftritte bei der OMV und der DLVH bekannt.

Hintergrund:
Beim „Ritterkreuz des Eiserner Kreuzes“ handelt es sich um einen von Adolf Hitler eingeführten Orden. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser über 8.000 mal an Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörige verliehen.

KandidatInnen des Bürgerforums zur Regionsversammlung

Bei der Wahl zur Regionsversammlung stellt das Bürgerforum KandidatInnen allen Wahlkreisen der Region. Am Ende können sie mit 13.772 Stimmen 1,1 % für sich gewinnen.
Die KandidatInnen in den Wahlbezirken von Hannover sind: Carsten Bärwalde (List und Vahrenwald), Jutta Bärwalde (Vahrenheide, Hainholz, Burg, Leinhausen, Ledeburg/Nordhafen, Stöcken, Marienwerder, Sahlkamp, Bothfeld, Vinnhorst/Brink-Hafen und Isernhagen-Süd), Klaus Gedeik (Bothfeld, Lahe, Groß-Buchholz, Misburg-Nord, Misburg-Süd und Anderten), Erika Neuhaus (Mitte, Südstadt, Bult, Zoo und Oststadt), Christine Herzog, Steffen Kiepe, Dennis Pieper und Jörg Thomas Röhrig (Nordstadt, Herrenhausen, Davenstedt, Badenstedt, Bornum, Mühlenberg, Wettbergen und Ahlem), Thomas Rehwald (Calenberger Neustadt, Linden-Nord, Linden-Mitte, Linden-Süd, Limmer, Ricklingen und Oberricklingen) und Michael Sennholz (Südstadt, Waldhausen, Waldheim, Kleefeld, Heideviertel, Kirchrode, Döhren, Seelhorst, Wülfel, Mittelfeld, Bemerode und Wülferode).
In der Region treten an: Gerd Bader, Ulrich Gürtler, Karl-Heinz Oppermann, Matthias Schröder und Dennis Weißberg (Burgdorf, Lehrte und Uetze), Andreas Bienstein (Garbsen und Wedemark), Niels Dechant, Dr. Günter Harder, Veikko Harder, Torsten Jung und Barbara Wojtczak (Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen), Werner Fischer und Rene Everhartz (Laatzen, Pattensen und Sehnde), Nicole Everhartz (Burgwedel, Isernhagen und Langenhagen), Karin Heuer, Britta Kostka, Thomas Schroer und Harald Scupin (Barsinghausen, Gehrden und Seelze), Dietmar Fienemann, Alexander Justus, Heino Lohmann, Thomas Lunitz, Natascha Nölting, Dirk Salzmann und Gerd Schale (Neustadt und Wunstorf).

Erneut Sprühereien in Barsinghausen

Im Umfeld des neuen Feuerwehrhauses in Barsinghausen werden erneut Naziparolen gesprüht. Diese werden erst nach Monaten entfernt.

Naziangriff am Bahnhof in Barsinghausen

Insgesamt fünf mit Neonazis vollbesetzte Autos tauchen am Bahnhof in Barsinghausen auf – min. drei davon aus Schaumburg. Die Insassen jagen drei Jugendliche aus dem Umfeld des Falkenkellers bis auf die Gleise. Hier gelingt es den Gejagten die Polizei zu verständigen. Auch nach dem Eintreffen der Polizei beschimpfen und bedrohen die Neonazis die Jugendlichen weiter. Zwei mit AngreiferInnen besetzte Autos können entkommen. In den anderen findet die Polizei Teleskopschlagstöcke, Sprühdosen und einen Gegenstand in Pistolenform.
Im Vorfeld war es bereits in der Innenstadt von Bückeburg zu Wortgefechten zwischen Neonazis und alternativen Jugendlichen gekommen. Als Initiator der Aktion in Barsinghausen stellt sich später ein bekannter Neonazi aus Stadthagen/Bückeburg heraus.

Angriff in Barsinghausen

Am Abend wird ein 14-Jähriger beim Verlassen des Falkenkellers in Barsinghausen von ca. sechs jungen Männern angegriffen. Er erhält einen Faustschlag sowie mehrere Tritte. Die Täter sind schwarzgekleidet und teilweise maskiert. Der Angegriffene muss vor Ort ambulant versorgt werden.