Archiv für April 2012

Grauzoneband im Bei Chez Heinz

Zusammen mit der Band Cracks & Scars aus Hannover spielt die Oi Band Gumbles aus Schwerin im Béi Chéz Heinz. Bei Gumbles handelt es sich um eine exemplarisches Beispiel für die Grauzonenentwicklung innerhalb der Skinheadszene. Hierbei sind sich unpolitisch verstehende Musikgruppen, Labels oder VeranstalterInnen gemeint, die trotz Lippenbekenntnisse „gegen Nazis“ keine Berührungsängste vor AktivistInnen der extremen Rechten haben. Während sich oberflächlich von „Nazis“ und „Rassismus“ distanziert wird, feiert man in der Grauzone gemeinsam mit Nazibands und rechten Skinheads. Eine klare Abgrenzung wird lediglich nach links unter dem Label des „Unpolitischen“ vollzogen.

Dies dokumentieren auch die Gumbles in Liedern wie „Idioten“ oder „Faschisten“. Bei letztgenannten heisst es im Text: „Faschisten von rechts, Faschisten von links / Nach brauner und roter Scheiße stinkts / Bist du nicht wie sie dann bekämpfen sie dich / Doch gewonnen habt ihr noch lange nicht!“ und „Oi! Oi! Oi! ist unpolitisch“.

NSU Verdacht gegen Besseres Hannover-Chef

In den Ermittlungen um die Mordserie des NSU wird Marc Oliver Matuszewski als Verdächtiger behandelt. Matuszewski ist ehemaliger NPD Vorsitzender von Hannover und gilt als Kopf der Gruppe Besseres Hannover.

Besseres Hannover erneut an Schulen präsent

Unter dem Motto „Deutsche helfen Deutschen“ bietet die Gruppe Besseres Hannover im Internet Hausaufgabenhilfe an. Entsprechende Flyer werden vor verschiedenen Schulen in Hannover verteilt.

Pirat will Holocaustleugnung legalisieren

Mitte April wird bekannt, dass Carsten Schulz, Mitglied der Piratenpartei, sich für eine Straffreiheit für das Leugnen des Holocaust und den freien Verkauf von Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ einsetzt. Dies soll, so seine Begründung, einen Zulauf in die Naziszene unterbinden.
Schulz war Ende März als Direktkandidat für die Landtagswahl im Wahlkreis Hannover-Mitte aufgestellt worden. Nach dem Bekanntwerden seiner Forderungen annulliert der Landesvorstand die Wahl und veröffentlicht eine Stellungnahme in der er sich gegen rechte Positionen wendet.