Archiv für Mai 2009

Burschenschafter in rechter Neofolk-Band

Sven Dortmund (Burschenschaft Arminia) steigt im Mai 2008 bei der rechten Neofolk-Band Traum’er Leben ein. Die Band wird beim österreichischen Label Steinklang vertrieben, das auch weitere rechte Bands im Programm hat.

Erneut Böhse Onkelz Party in Steinhude

In der Kneipe Uncle Sam’s in Wunstorf-Steihude findet erneut eine „Böhse-Onkelz-Party“ statt. Bei den bereits stattgefundenen Veranstaltungen dieser Art (zuletzt am 07. Februar 2009) fielen nicht wenige BesucherInnen auf, die klar dem extrem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Das ist auch der Polizei bekannt: „Wir wissen, dass dort Personen verkehren, die der rechten Szene zuzuordnen sind“ wird eine Polizeisprecherin in der HAZ zitiert.
Beworben wurde die Party im Internet von einem Mann, der sich mit einem T-Shirt zeigt, das die Aufschrift „Nur dein Tod schützt meine Kinder!“ trägt. Der Slogan kann als eine Anlehnung an die Nazi-Kampagne unter der Losung „Todesstrafe für Kinderschänder“ verstanden werden. Dieser Mann ist ebenfalls auf einem Partybild in den Räumlichkeiten des Uncle Sam‘́s in einem Shirt der Naziband Landser zu sehen.

Verschwörungstheoretiker an der Uni

Der stadtbekannte Neonazi und Verschwörungstheoretiker Dirk Heuer besucht eine Veranstaltung der grünen Hochschulgruppe Campus Grün. In der nachfolgenden Diskussion zielt er mit Fragen darauf ab, den Holocaust in Frage zu stellen. Daraufhin wird er des Raumes verwiesen. Er weigert sich und die VeranstalterInnen rufen die Polizei. Während auf die Polizei gewartet wird, schlägt Heuer einer Frau. Als die Polizei kommt wird gegen ihn Anzeige erstattet.

Beteiligung aus Hannover beim NPD Parteitag

Am Landesparteitag der NPD Niedersachsen in Handorf nehmen u.a. Denny Subke und Wilfried Aldag aus Hannover sowie der relativ neue Vorsitzende der NPD Hannover, Marc Oliver Matuszewski aus Garbsen, teil. Durch die starke Präsenz von Neonazis aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften wie Subke und Matuszewski kann sich Adolf Dammann bei der Wahl zum Landesvorsitzenden durchsetzen. Während der alte Landesvorsitzende Ulrich Eigenfeld eher als rechtskonservativ gilt, ist mit Dammann nun ein Unterstützer der gewaltbereiten und am Nationalsozialismus orientierten Freien Kräfte im Amt.

NPD Vorsitzender beschädigt Wahlplakate

In der Nacht auf den 23. Mai wird der NPD Vorsitzende von Hannover, Marc-Oliver Matuszewski, dabei beobachtet, wie er und eine andere Person auf der Hildesheimer Straße Wahlplakate anderer Parteien überkleben. Als er von der Polizei kontrolliert wird, trägt er Eimer und Pinsel noch bei sich, streitet die Tat aber ab. Er fiel schon zuvor bei einem Infotisch einer anderen Partei auf, wo er die WahlkämpferInnen beschimpfte. Es wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung, versuchter Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung erstattet.

Dirk Heuer wieder unterwegs

Dirk Heuer besucht eine Veranstaltung der Grünen in Hannover.

Nazis provozieren bei Schützenausmarsch

Am Rande des Schützenausmarsch in Wunstorf zeigen Neonazis aus Wunstorf und Seelze ein Transparent mit der Parole „Wohnwelt schließen“ und greifen einen Ratsherren der Grünen an.

Rechter Vortrag bei Burschenschaft

Auf Einladung der Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig zu Hannover hält Dr. Karlheinz Weißmann einen Vortrag über das „Konservative Minimum“. Dr. Weißmann ist Verfechter des Konzept des Kulturpatriotismus und ist durch relativierende Äußerungen über den Holocaust aufgefallen. Er gilt als Teil der intellektuellen Elite der neuen Rechten, schreibt regelmäßig in rechten Zeitungen, wie der Jungen Freiheit und hält Vorträge bei konservativen und extrem rechten Organisationen.

Nazi-Werbetour verhindert

Eine Gruppe von Nazis ist in der Nordstadt unterwegs um rassistische Aufkleber zu verkleben. AnwohnerInnen und AntifaschistInnen vertreiben die Nazis.

ANs aus der Region am 1. Mai

In Wunstorf wird eine Gruppe von acht „autonomen Nationalisten“ aus Wunstorf und Seelze u.a. Markus Sundmacher auf dem Weg zum Bahnhof von der Polizei kontrolliert.
Die Nazis haben ein Transparent und ein Megafon dabei. Sie wollen zu einem Aufmarsch nach Siegen (NRW) fahren. Doch schließen sie sich später der Gruppe von ca. 300 Nazis an, die in Dortmund eine DGB Demo angreifen.