Archiv für November 1998

Naziaufmarsch in Hannover

Durch die Innenstadt von Hannover zieht ein Aufmarsch von ca. 80 Nazis, der unter maßgeblicher Leitung von Christian Worch aus Hamburg durchgeführt wird. Die meisten der TeilnehmerInnen kommen nicht aus Hannover, sondern Bremen, Lüneburg, Hamburg und dem Weserbergland. Eine Ausnahme bildet hier Andreas Reckling aus Hannover.

Rassistische Parolen bei Auswärtsfahrt

Beim 96-Spiel in Osnabrück fallen viele der angereisten HannoveranerInnen durch das Rufen rassistischer Beleidigungen auf.

Rechtes Konzert in Rethen

In der Diskothek Insomnia in Rethen findet ein Konzert mit den rechten Bands Blood Axis und Allerseelen statt. Besucht wird das Konzert von einer ganzen Reihe Nazis, unter ihnen auch Dirk Fasold aus Minden. Obwohl ironischerweise an der Eingangstür ein Schild zum Unterlassen des Tragens verbotener Symbole auffordert, ließ es sich eine Reihe von BesucherInnen nicht nehmen mit Blood & Honour T-Shirts aufzulaufen.

Anschlag auf Ausstellung

In der Ausstellung „Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 1941 – 1944“ wird am Vormittag ein mit Buttersäure gefülltes Gefäß gefunden.

OMV-Veranstaltung in Isernhagen

Die OMV und die Evangelische Notgemeinschaft führen in Isernhagen eine Informationsveranstaltung mit dem kürzlich aus Russland zurückgekehrten Dr. Günther Wagenlehner über die „Verurteilung deutscher Soldaten durch Sowjet-Tribunale“ durch. Die groß angekündigten „Neusten Erkenntnisse“ wurden bei dieser Veranstaltung allerdings nicht genannt. Die ca. 50 anwesenden älteren Herrschaften waren ob der langweiligen Vortragsweise und der offensichtlichen Nichterfüllung ihrer Erwartungen teiweise zum Einschlafen genötigt.

Schiller-Fest in Misburg

Mitglieder des, der Bürgerrechtsbewegung Solidarität des rechten US-Amerikaners Lyndon LaRouche angegliederten, Schiller-Institutes feiern in dem hannoverschen Altenheim Martinshof in Misburg ein „Schiller-Fest“.

REP-Infotisch am Jahrestag der Reichspogromnacht

Ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht gestattet die Stadt Hannover den Republikanern unter Führung ihres Landesvorsitzenden Peter Lauer die Durchführung eines Infomationsstandes am Kröpcke. Viele migrantische Jugendliche diskutieren mit den sechs bis sieben Republikaner-Vertretern, unter ihnen auch Karl-Ingo Welke aus Garbsen-Meyenfeld.

Rechte Stimmungsmache gegen Ausstellung

Zur Eröffnung der Ausstellung Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944 kommen natürlich auch Nazis, darunter Mitglieder der DVU, die Flugblätter verteilen. In den Wochen während der Ausstellung kommt es immer wieder zu Flugblattaktionen der Rechten, mehrfach durch die DVU, die Republikaner und die Möchtegern-“Arbeitsgemeinschaft“ des rechten Multifunktionärs Dierk Wagenschein.
In der HAZ kommt es zu zum Teil heftigen Leserbriefschwemmen, Protest-Anzeigen von rechten Gruppierungen, wie der um den eingangs erwähnten Dierk Wagenschein, zu Todesanzeigen von Angehörigen von im Zweiten Weltkrieg verstorbenen Wehrmachtsangehörigen.

Nazidemo am Maschsee

Unter Führung von Christian Worch marschieren morgens mit einem Fackelmarsch etwa 80 Nazis vom Schützenplatz zur Waldorfschule und halten dort eine Kundgebung ab. Hintergrund ist der Verweis der Tochter einer bekannten Naziaktivistin von der Schule, Die TeilnehmerInnen kommen überwiegend aus Hildesheim, Bremen, Lüneburg und dem Weserbergland. Als eines der wenigen bekannten Gesichter aus Hannover lässt sich DVU-Kandidat Dirk Arnemann blicken.