Archiv für September 1998

Messerangriff in Vinnhorst

Der Nazi Bernd Futter sticht einem anderen Mann in Vinnhorst mit einem Messer in den Hals und flüchtet. Futter war Mitte der 80er Mitglied der Wehrsportgruppe EK1, die u.a. für mehrere Brandanschläge auf Wohnhäuser und zahlreiche Einbrüche verantwortlich war. Im Januar 99 wird der mittlerweile wieder eingefangene Futter wegen der Messerstecherei zu 2,5 Jahren Haft verurteilt.

Braunschweig: BüSo Kandidat aus Hannover

Der Hannoveraner Frank Hahn tritt als Direktkandidat für die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) in Braunschweig für die Bundestagswahl an.

Dirk Heuer im Wahlkampf für die DVU

Der Hildesheimer Listenkandidat der Pro-DM Partei, Dirk Heuer, wird beobachtet wie er während einer CDU-Wahlveranstaltung in aller Seelenruhe Plakate der DVU aufhängt und anschließend noch ausgiebig mit dem CDU-Spitzenkandidaten Wulff diskutiert. Nach eigenen Angaben ist der 28jährige Heuer auch Mitglied der DVU. Er trieb sich auch schon bei Veranstaltungen des BFB herum und fiel bereits im Februar diesen Jahres bei einer Veranstaltung der Deutschen Partei im CCH auf, als er dort üble rassistische Hetzflugblätter auslegte.

NPD-Material aufgetaucht

Auf der Philipsbornstrasse in Höhe der Conti und in der Innenstadt von Hannover werden NPD-Aufkleber und -Flugblätter verklebt bzw. unter Scheibenwischer geklemmt.

Dirk Heuer bei CDU-Wahlveranstaltung

Der Hildesheimer Listenkandidat der Pro-DM Partei, Dirk Heuer, wird beobachtet wie er während einer CDU-Wahlveranstaltung in aller Seelenruhe Plakate der DVU aufhängt und anschließend noch ausgiebig mit dem CDU-Spitzenkandidaten Wulff diskutiert. Nach eigenen Angaben ist der 28jährige Heuer auch Mitglied der DVU. Er trieb sich auch schon bei Veranstaltungen des BFB herum und fiel bereits im Februar diesen Jahres bei einer Veranstaltung der Deutschen Partei im CCH auf, als er dort üble rassistische Hetzflugblätter auslegte.

BFB-Wahlveranstaltung im HCC

Der Bund freier Bürger führt im Congress Centrum eine Wahlveranstaltung mit Parteigründer und -vorsitzenden Manfred Brunner durch. Vor rund 80 ZuhörerInnen bezeichnet Brunner den Holocaust als „zu pauschal“ und „historisch ungenau“. Abtreibungen sind ihm eine Herzensangelegenheit, die er als „Schuld“ wertet. Weiterhin verurteilt er die Enteignung als „kriminell“ und bezeichnet die deutsche Geschichtsschreibung als „hysterisch“ und „einseitig“. Da er als einiziger auf dem Podium neben Schatzmeister Otto Wustrack, dem Kreisvorsitzenden Günther Wunram und Horst Uhl keine Rede halten darf, muss sich Ratsherr Gerhard Wruck (ehemals Republikaner) noch mit einer als Frage getarnten kleinen Rede profilieren, in der er Verständnis dafür äussert, dass Menschen rechtsextrem wählen wollen. Er sieht „eine Entwicklung gegen das deutsche Volk und seine Identität“ und will dagegen mit einer „schlagkräftigen Truppe“ vorgehen. Damit bringt er sich selbst in Nähe von Gräfin Schulenburg, die dasselbe Manöver aus dem Publikum heraus versucht und in ihrem selbst für das rechte Publikum unerträglichen emotionalen Ausbrüche gestoppt wird.

Schwarz-weiß-rote Fahne bei Auswärtsfahrt

Bei der Auswärtsfahrt zum Spiel Hannover 96 gegen Wilhelmshaven tragen zwei Mitgereiste eine schwarz-weiß-rote Fahne mit sich. Später wird diese im Block gehisst ohne, dass hier ein Fan einschreitet.

Keine Veranstaltung mit Peter Lauer

Der Ausländerbeirat der Stadt Hannover lädt zum Thema „Bundestagswahlkampf auf Kosten der Ausländer?“ auch den Landesvorsitzenden der Republikaner Peter Lauer ein. Nach örtlichen Protesten verzichtet der Ausländerbeirat auf die Durchführung der Veranstaltung. Die Vertreter von SPD, DKP und PDS erklärten im Vorfeld erfreulicherweise, auf ihre Mitwirkung zu verzichten. Herr Lauer und seine 15 mitgereisten Gesinnungskameraden unter ihnen auch Eberhard Klaas aus Hannover fahren unter den wachsamen Augen der anwesenden PolizeibeamtInnen und AntifaschistInnen daraufhin enttäuscht davon.

OMV stellt Besetzung für CDU-Infotisch

Am täglichen CDU-Infostand am Kröpcke stellt heute die OMV die Besetzung. Auffällig hierbei ist, dass der Kreisvorsitzende Felix Schecke nebst Gattin und Gesinnungskameraden insgesamt eher durch bloße Untätigkeit auffallen. Eine freundliche Begrüßung nebst Plausch, hat er dagegen für den in rechten Kreisen durch seine äußerste Umtriebigkeit auffälligen Udo W. Reinhardt parat.

„Schwarzbuch des Kommunismus“ im Ihmeblick

Im Café/Restaurant Ihmeblick am Krankenhaus Siloah führt die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU (OMV) eine Veranstaltung mit dem Vertriebenenfunktionär Markus Leuschner zum (in rechten Kreisen hochgejubelten) „Schwarzbuch des Kommunismus“ durch.