Hakenkreuze in der Nordstadt gesprüht

In der Nacht auf den 20. August werden in der Nordstadt rund um die Haltestelle „Schneiderberg“ Hakenkreuze, eine Hakenkreuzflagge, SS Runen und rassistische Parolen wie „Ausländer Abschaum Raus“ gesprüht. Betroffen sind das Gebäude eines Kindergartens, die Fußgängerbrücke der Hauptmensa und ein Denkmal im Georgengarten.

Wahlkampfhilfe aus Hannover für Sachsen

Dirk Heuer wird in Leipzig (Sachsen) dabei beobachtet, wie er Plakate der rassistischen Kleinstpartei Pro Deutschland klebt. Diese tritt hier zur Landtagswahl an.

Querfrontlerin stört Veranstaltung

Auf einer Veranstaltung in der Nordstadt zur Lage von AntifaschistInnen in der Ukraine gelingt es der Querfront-Aktivistin Jaroslawa Puschyk sich kurzzeitig als Übersetzerin zu betätigen. Pushyk kommt aus der Ukraine und bezeichnet sich selbst aber als „russische Kommunistin“. In der Vergangenheit trat sie u.a. bei einer Veranstaltung des Querfrontprojekts Compact von Jürgen Elsässer auf und nahm am Naziaufmarsch in Bad Nenndorf teil, wo sie auch einen Redebeitrag hielt.
Nach wenigen Augenblicken wird sie von BesucherInnen erkannt und durch die VeranstalterInnen von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Homophobe Online Petition aus Langehagen

Gerriet Kohls aus Langenhagen ist Initiator einer Online-Petion gegen die Aufnahme von Aufklärung über sexuelle Vielfalt in den Lehrplan in Niedersachsen. Diese Änderung des Lehrplans wird als „Beeinflussung der sexuellen Orientierung“ gesehen und soll verhindert werden. Für eine ähnliche Petition in Baden-Würtemberg machten AbtreibungsgegnerInnen, evangelikale Christen, AfD AnhängerInnen und Neonazis mobil.

Initiator Kohls ist heute politisch aktiv bei den Freien Wählern (FW) und trat für diese als Europarlamentskandidat an. Bis 2012 war er Vorsitzender der CDU Kaltenweide und verließ die Partei im Streit. Einer der Gründe dürfte das Setzen von Links zu revisionistischen Internetseiten auf der Homepage der CDU gewesen sein. Auf der privaten Homepage des Ex-Polizisten findet sich u.a. ein Link zur neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit.

Neonazi auf yezidischer Protestdemo

Der umtriebige Neonazi Dirk Heuer mischt sich unter die, überwiegend yezidischen, DemonstrantInnen, die in der Innenstadt gegen die Angriffe und Massaker der fundamentalistischen Gruppe Islamischer Staat (IS) protestieren. AntifaschistInnen verhindern durch Aufklärung, dass Heuer vor laufender Kamera einer kurdischen Nachrichtenagentur ein Interview gibt. Daraufhin verschwindet er. Später wird er bei der Abschlusskundgebung in Begleitung einer Frau gesehen.

Mahnmal für ehemalige Synagoge beschmiert

Am Morgen des werden auf der Informationstafel des Mahnmals für die ehemalige Synagoge in der Calenberger Neustadt gesprühte Hakenkreuze und der Schriftzug „Lüge“ entdeckt.

Mahnmal am Maschsee beschmiert

Vermutlich in der Nacht auf den 29. Mai wird das sowjetische Ehrenmal am Maschsee mit der Parole „Kein Friede den Roten“ und einem Hakenkreuz beschmiert. Die Polizei ermittelt gegen unbekannt wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen.

Hintergrund:
Um das Mahmal sind 386 ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge vor allem aus der Sowjetunion beerdigt. Die meisten wurden in den letzten Kriegstagen Hannover von der Gestapo erschossen.

Rassistischer Angriff in Kleefeld

Am Bahnhof Karl-Wiechert-Allee (Kleefeld) werden zwei Afrodeutsche aus einer achtköpfigen Gruppe von zwei Männern rassistisch beleidigt. Ein junger Mann kommt den Betroffenen zu Hilfe, die flüchten können. Die beiden Angreifer gehen nun auf den Helfer los. Sie ziehen ihn in einen mittlerweile eingefahrenen Zug. Hier schlagen und treten sie auf ihn ein. Er kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Auch eine Frau, die in der Bahn sitzt wird leicht verletzt.
Gegen die beiden Angreifer wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Beide kommen aus Hannover und sind der Polizei bisher nicht einschlägig bekannt.

AfD Kandidatin zur Wahl zum/zur RegionspräsidentIn

Bei der Wahl zum/zur RegionspräsidentIn tritt die Lehrerin Anke Tischler aus Springe für die Alternative für Deutschland (AfD) an. Sie erreicht in der gesamten Region mit 19.279 Stimmen ein Wahlergebnis von 4,6 %.
Spitzenwerte erreicht sie in Springe (6,4 %) und in Lehrte (5,8 %) während Wahlergebnisse in Hemmingen (3,5 %) und Gehrden (3,3 %) am unteren Ende liegen.

Wahlergebnisse in der Region Hannover zur Europawahl

Bei der Europawahl können in der Region Hannover klassische Parteien der extremen Rechten wie die NPD 0,5 % (1.938) und die Republikaner 0,2 % (764) der Stimmen für sich gewinnen. Die rechtsliberale und -populistische Alternative für Deutschland (AfD) bekommt mit 23.741 Stimmen 5,8 %. Weit abgeschlagen und wahltechnisch unbedeutend bleiben die christlich-fundamentalistische Christliche Mitte (CM) mit 206 Stimmen (0,1 %), die rechte Politsekte Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) mit 84 Stimmen (0,0 %) und die rechtspopulistische und rassistische „Bürgerbewegung“ Pro NRW mit 191 Stimmen (0,0 %).



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