Zwei Männer (30 und 41 Jahre) werfen im Hauptbahnhof Feuerwerkskörper, zeigen den Hitlergruss und rufen faschistische Parolen. Die beiden flüchten in einer S-Bahn und werden in Linden festgenommen. Vorher hatten sie zusammen mit zwei weiteren Männern Menschen am ZOB mit Schlägen und Tritten angegriffen.
Die Grauzoneband FreiWild hat einen Auftritt in der AWD Hall. Die auf deutsch singende Band aus Norditalien ist eine aktuelle Kopie der Böhsen Onkelz: Gleicher Musikstil und die „Wir Aussenseiter gegen alle anderen“-Attitüde. Dazu kommt eine Beteuerung des vermeintlich unpolitischen inklusive einer Abgrezung gegen „Extremismus“. Bandsänger Burger tut seine Mitgliedschaft in der Freiheitlichen Jugend als auch in der aufgelösten Rechtsrockband Kaiserjäger als Jugendsünde ab. Trotzdem sind die Texte der Band klar nationalistisch, völkisch und chauvinistisch. FreiWild bieten deutliche Anschlussmöglichkeiten für faschistische Ideologie und Nazis.
Vor der Halle versuchen Fans der Band mit angedeuteten Hitlergrüßen und Parolen wie „Südtirol bleibt deutsch“ und „Scheiss Zecken“ die ca. 75 Menschen zu provozieren und teilweise anzugehen, die gegen das Konzert demonstrieren. Neben den Beschimpfungen und Provokationen der Fans, posieren ca. zehn Personen der Gruppe Identitärer Großraum Hannover, dem lokalen Ableger der Identitären Bewegung, mit Fahne und Flugblättern am Rande der Kundgebung. Zwischen nationalistisch pöbelnden Fans und rassistischen Identitären können sich auch ca. fünf AnhängerInnen der German Defense League (GDL) sicher fühlen.
Das ZDF heute journal berichtet in einem Beitrag über islamfeindlichen Rassismus in Deutschland und Europa. Hier wird auch Siegfried Schmitz von der German Defense League – Hannover Division interviewt. Schmitz tritt als Sprecher der gesamten GDL auf. Neben seiner Tätigkeit für die GDL ist er Administrator und Inhaber der Internetadressen der GDL, des Landesverbands Niedersachsen der Partei Die Freiheit sowie von Die Hannoveraner.
Zusammen mit der Rude Scorcher Crew präsentiert die Lindener Kneipe Havana ein Konzert der Grauzoneband Secret Army aus Barcelona in ihren Räumen. Die Band wird über das, in diesem Bereich bekannte, Label Contra Records vertrieben. Ende 2010/Anfang 2011 steuerten sie ein Lied zu einem Sampler auf dem auch rechte Bands vertreten waren. Zudem sind auch mehrere Auftritte der Band zusammen mit anderen Grauzonebands bei einschlägigen Konzerten bzw. Festivals bekannt. Die Party nach dem Konzert wird unter anderem von DJ Skahead69 gestaltet, der bereits für das Gumbles-Konzert im Béi Chéz Heinz als Veranstalter auftrat.
Vor der IGS List wird die neue Ausgabe des Bock verteilt. SchülerInnen verständigen die Polizei.
Eine SPD Landtagsabgeordnete findet in ihrem Privatbriefkasten eine Postkarte der Gruppe Besseres Hannover. Sie hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für ein Verbot der Gruppe ausgesprochen. Auf der Internetseite der Gruppe wurde die Abgeordnete beschimpft und auf einer weiteren Seite Daten wie private Telefonnummer und dienstliche Handynummer veröffentlicht.
Mitglieder der Gruppe Besseres Hannover stören ein Fest der SPD in der Innenstadt: Während sich einige unter das Publikum mischen, tritt einer von ihnen im Kostüm des Abschiebären auf, ein weiterer filmt die Störaktion. Als sie erkannt und abgedrängt werden, stoßen sie Beleidigungen aus. Die alarmierte Polizei stellt von dem Filmer und dem Kostümträger (18 und 27 Jahre) die Personalien fest und beschlagnahmt Kostüm und Kamera. Die beiden Männer sind bereits als Mitglieder der Gruppe bekannt.
Die bereits bekannten Nazis Ralf Hansen, Maximilian Feige und Lukas Richter (Barsinghausen) greifen zusammen mit anderen Nazis den Infotisch einer Initiative gegen Rechts auf dem Opernplatz an. Während Hansen Reizgas einsetzt, zieht Richter ein Messer und sticht mehrmals in Richtung der NazigegnerInnen. Alle AngreiferInnen werfen zudem Flaschen. Die alarmierte Polizei nimmt im Anschluss einen der Angegriffenen fest.
Die Nazis Richter und Feige fahren im Anschluss nach Barsinghausen und greifen hier in der Innenstadt linke und alternative Jugendliche an. Erneut zieht Richter ein Messer und verletzt hier einen der Jugendlichen im Gesicht. Die Polizei stellt das Messer sicher, aber ist nicht in der Lage die Nazis festzunehmen.
Die antimuslimisch-rassistische Partei Die Freiheit veranstaltet ihren Bundesparteitag im Hannover Congress Centrum (HCC). Ein parteiübergreifende Protestnote wird von den Parteien von Die Linke bis CDU sowie der Piratenpartei unterzeichnet.
Acht Männer (16 bis 30 Jahre) und eine Frau (21 Jahre), die der Gruppe Besseres Hannover zugerechnet werden können, schmieren am Bismarkbahnhof in der Südstadt rechte Parolen auf den Boden und werden von der Polizei gestellt. Acht von ihnen sind bereits polizeibekannt. Bei der Durchsuchung der Autos wird zudem bei einem 21-Jährigen aus der Region Hannover ein Kostüm des sog. Abschiebären von der Polizei sichergestellt. Neben einer Ermittlung wegen Volksverhetzung kommen auch Reinigungskosten in Höhe von rund 350 Euro auf die VerursacherInnen zu.
Ein Erfolg war die Aktion sicher nicht: „Es wird ,Widerstand‘ geschrieben, nicht ,Wiederstand‘“ ist auf twitter zu lesen.
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