Vierte Ausgabe des Bocks in der Südstadt verteilt

In der Südstadt verteilen vier Nazis morgens die vierte Ausgabe des Blättchens Bock an die Schülerinnen und Schüler der umliegenden Schulen. Die Polizei ist vor Ort und beobachtet die Verteilaktion.

Hooligans greifen an – aus Versehen

Mehrere Mitglieder von Royal Riot Hannover und Personen, die dieser Gruppe zuzuordnen sind treiben sich nach dem Spiel Hannover 96 gegen Bayer 04 Leverkusen in der Nähe des Stadions herum. Sie verfolgen in kleinen Gruppen, Fans, bei denen sie eine Beteiligung an Auseinandersetzungen mit Maximilian Meyer vermuten. Am Schwarzen Bären überfallen sie eine fünf bis zehnköpfige Gruppe und greifen diese brutal an. Die Angreifenden sind mit Sturmmasken in schwarz-weiß-grün vermummt und fragen währenddessen nach Namen von Personen. Schließlich flüchten sie in einem heranfahrenden Auto.
Kurze Zeit später bekennt sich die Hooligan-Truppe zu dem Angriff, bedauern, dass sie die falsche Gruppe attackiert haben und kündigen an, „die richtigen Personen“ weiterhin zu suchen.

Einige Tage später nimmt Kai Bergemann zu dem Angriff in einer Mail Stellung und versucht den Konflikt als eine Streitigkeit zwischen verschiedenen Fanlagern darzustellen und herunterzuspielen: „Der Vorfall vom letzten Sonnabend war ein Fussballinterna und hatte nichts mit Politik zu tun“ und „Die formulierung ‚rechte Gewalttäter‘ ist hier allerdings mal wieder fehl am Platz.“

Das es Verstrickungen zwischen der Naziszene und Royal Riot Hannover gibt, bestätigt auch Bergemann: „Das EINE Person aus NS Kreisen bei uns mitboxt ist kein Geheimnis.“

Nazilaientheater stört DGB Veranstaltung

Dennis Seipke, Daniel Brunner, Patrick Seiler sowei zwei weitere Nazis aus dem Umfeld der Gruppe Besseres Hannover tauchen bei einer Veranstaltung zum Themenkomplex Bad Nenndorf im DGB Haus auf. Sie versuchen mit offensichtlich einstudierten Fragen deutsche Täter zu Opfern alliierter Willkür zu machen und so die Veranstaltung zu sprengen.

Eklat wegen Rassismus im Landtag

Während vor dem Landtag gegen die Abschiebepolitik der Landesregierung demonstriert wird, kommt es währen der Debatte im Landtag zu einem Eklat: Die CDU-Abgeordnete Gudrun Pieper ruft während einer Rede der migrationspolitischen Sprecherin der Grünen, Filiz Polat in deren Richtung: „Am besten hätte man Sie abschieben sollen“. Sie erhält einen Ordnungsruf und entschuldigt sich bei Polat und in einer Erklärung vor dem Parlament.

Die Fraktion der Partei Die Linke. fordert Pieper auf ihr Mandat niederzulegen, denn „[e]ine solche Aussage ist kein Kavaliersdelikt, ihre Entschuldigung kann das Gesagte nicht ungeschehen machen. Sie spiegelt eine beängstigende Geisteshaltung wider, denn aus ihr spricht Rassismus, der aus der Mitte der CDU-Fraktion kommt.“

Hausdurchsuchung wegen Kriegsverbrechen der SS

Im Rahmen einer Ermittlung wegen Kriegsverbrechen der SS wird im Grossraum Hannover eine Wohnung durchsucht. Die Durchsuchungen werden bundesweit bei sechs Männern durchgeführt, die im Verdacht stehen als Angehörige der Waffen-SS-Einheit „Der Führer“ an der Ermordung von 642 Menschen in Frankreich beteiligt gewesen zu sein. Anlass des Massakers soll die Gefangennahme eines SS-Sturmbannführers durch Widerstandskämpfer gewesen sein.

Hintergrund:
Am 10. Juni 1944 überfiel die Waffen-SS Ort Oradour-sur-Glane und ermordete fast die gesamte Bevölkerung. Die Menschen wurden in eine Kirche gesperrt, die dann gesprengt und angezündet wurde. Die Männer des Ortes wurden in Scheunen und Garagen getrieben und dort erschossen. Sämtliche Häuser wurden angezündet. Noch heute ist der völlig zerstörte Ortskern eine Mahn- und Gedenkstätte.

Nazipropaganda in Stadtteilen von Barsinghausen

In den Stadtteilen Barsinghausen-Hohenbostel und Winninghausen entdecken AnwohnerInnen zahlreiche Schmierereien und Aufkleber mit (neo)faschistischen Hintergrund. Neben gesprühten Parolen wie „Deutschland den Deutschen“, „Legion Deister“, dem Selbstverständnis der sog. Freien Kameradschaften „Frei – Sozial – National“ finden sich Hakenkreuze und der Schriftzug „AH“ für Adolf Hitler. Desweiteren werden Aufkleber mit der Internetadresse des „Freien Netz“ geklebt. Der Nazivernetzung, deren Ableger aus Jena im Verdacht steht, die Terrorzelle des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) unterstützt zu haben.

Hooligans „befragt“ Fans bei Auswärtsfahrt

Kai Bergemann (ehemals Kopf der Autonomen Nationalisten Hannover, heute Möchtegern Naziaussteiger und Mitglied bei Royal Riot Hannover) versucht beim Auswärtsspiel von Hannover 96 in Freiburg eine Gruppe von Fans nach dem „Angriff auf Maxi“ zu befragen, die seiner Meinung nach dabei waren. Die Angesprochenen teilen ihm mit, dass es ohne eine vorangegangene Agitation von Maximilian, nie zu einer Auseinandersetzung gekommen wäre.

Naziangriff in Barsinghausen

In der Nacht auf Sonntag kommt es in Barsinghausen zu einem Angriff von jugendlichen Nazis auf Jugendliche aus dem Umfeld des Falkenkellers.

Deutsche und türkische FaschistInnen in der Innenstadt

  • Etwa 15 Nazis der Gruppe Besseres Hannover, darunter unter anderem Marcel Demuth, Danny Subke und Marc-Oliver Matuczewski versuchen in der Innenstadt an einer Veranstaltung der Occupy-Bewegung teilzunehmen. Nachdem sie von den OrganisatorInnen der Veranstaltung verwiesen werden, verteilen sie in einer Nebenstraße und später im Hauptbahnhof Flyer.
  • Zeitgleich haben sich am Opernplatz ca. 600 AnhängerInnen der faschistischen Grauen Wölfe versammelt. Später ziehen diese als Demonstration über das Steintor bis zum Klagesmarkt. Bei dem Aufmarsch der türkischen FaschistInnen werden der Gruß der Grauen Wölfe sowie Fahnen mit eindeutigen Symbolen (drei Halbmonde, Wolfssymbole) gezeigt.

Barsinghausen: Hakenkreuz an Schule gesprüht

In Barsinghausen wird am Wochenende ein Hakenkreuz an eine Sporthalle der KGS Goetheschule gesprüht.



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